13: Lawrence Lessig über das Urheberrecht und die Lese-Schreibe-Kultur

Fließband-Abmahnungen gegen Homepagebetreiber, Klagewellen gegen Musiktauscher: Im Internet-Zeitalter kann jede unbedachte Nutzung digitaler Technologien zu einer kostspieligen Klage wegen Urheberrechtsverletzung führen. Der US-Rechtsprofessor Lawrence Lessig hält die aktuellen Copyright-Regeln für ein Relikt aus dem letzten Jahrhundert. Als Alternative entwickelte er vor vier Jahren die Creative-Commons-Lizenzen, mit deren Hilfe Autoren den Nutzern ihrer Werke mehr Freiheiten einräumen können.

Lessig hält das 20-te Jahrhundert mit seiner scharfen Trennung zwischen Kurturschaffenden und Kulturkonsumenten für eine historische Ausnahme. Die digitalen Technologien ermutigen inzwischen junge Menschen, sich zunehmend kreativ zu betätigen—bis sie an rechtliche Grenzen stoßen. Etwa weil sie unerlaubt Video- oder Musik-Ausschnitte verwenden.

In der ersten Portion unseres zweiteiligen Gesprächs fordert Lawrence Lessig ein medienübergreifendes Zitaterecht: “Für Audio und Video muss das gleiche Recht gelten, wie für Text.”

Links: Lawrence Lessig, Creative Commons, Bush & Blair-Clip

An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an die Organisatoren der Konferenz Wizards of OS.

Der zweite Teil erscheint im Januar. Schöne Feiertage und guten Rutsch!

Anmerkung: Nein, der Zweiteiler wird nicht zur Norm, er wir die Ausnahme bleiben.

Update: Sollte es kurzfristig zu Problemen bein Streaming kommen, nutzen Sie bitte diesen Mirror.

23. December 2006 | Link | Versenden | Einbetten |
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Kommentare:

Genial! Danke! Mein Vorbild spricht zu mir.. und das so kurz vor Weihnachten. Danke dafür.

Kommentar von Timo Heuer, geschrieben am 23.12.2006.

Da werden mal Argumente genannt, denen sich die Politiker nicht so einfach verschließen sollten.

Kommentar von Joaquin, geschrieben am 24.12.2006.

ENDLICH wieder eine neue folge Elektrisierter Reporter! Einfach perfekt gemacht: ernste Themen so zu behandeln, dass man trotzdem immer ein breites Grinsen auf der Backe behalten kann smile wäre sicher kein verkehrter Schritt, diese Serie zur Pflichtlektüre an nicht nur Deutschlands Schulen zu machen! Sie leisten wirklich hervorragende Arbeit Herr Sixtus! Erwarte schon sehnsüchtig die nächte Folge….

Kommentar von Sir Léon, geschrieben am 24.12.2006.

Wunderbar, vielen Dank, insbesondere auch für die Untertitel. Dass man sie nicht an und ausschalten kann ist zwar etwas störend, aber so kann ich das auch mal Leuten zeigen, die kein Englisch können. Das ist nämlich meist das Manko der meisten tollen Videos oder Audios zum Thema und Themenumfeld.

Kommentar von Simon, geschrieben am 25.12.2006.

“Für Audio und Video muss das gleiche Recht gelten, wie für Text.” Hört sich schlau an, wird in der Umsetzung ein bisserl schwierig. Oder soll es in einem Song nach jedem Musik-Zitat kurz piepen und dann der zitierte Song-Titel kurz genannt werden? Beim Film wäre das ja zumindest theoretisch mit einer Einblendung zu regeln. Praktisch wird beides aber nicht klappen. Oder doch?

Kommentar von Dirk, geschrieben am 27.12.2006.

Sehr toller Beitrag!
Hat zum Nachdenken angeregt und ich bin weitestgehend seiner Meinung.
Es klingt sehr einfach…

Schade, dass ich diese Seite erst kürzlich entdeckt habe.. dennoch besser als nie.
In diesem Sinne: Weiter so!

Danke!
Guten Ruschts.

Gruß

Kommentar von LargoLaGrande, geschrieben am 30.12.2006.

Sehr interessanter Beitrag grin

Kommentar von Greg Berdet, geschrieben am 19.1.2007.

Lieber Mario!

Heute hatte ich endlich die Gelegenheit, an dieser Stelle - dem für mich schönsten deutschprachigen Diskussionsforum - auf Deine hervorragende Arbeit hinzuweisen.

http://www.denkforum.at/forum/showthread.php?t=4783&page=2

Ich werde Deine Arbeit mit großem Interesse weiter verfolgen.
Gibt es ein größeres Kompliment.

Weiterhin ein frohes und gutes Schaffen.

Goldstern.


“Gleichzeitig möchte ich - gleichsam als kleines Dankeschön an Mario Sixtus - diese Gelegenheit ergreifen, um auf seine hervorragende und bereits prämierte Arbeit lobend hinzuweisen.
Mario Sixtus hat mittlerweile 23 Video-Interviews von jeweils einer Länge zwischen 12 – 18 Minuten zu den neuesten Internet-Innovationen geschaffen.

http://www.elektrischer-reporter.de/

Mario Sixtus – dieser intelligente etwas altmodisch wirkende Mann, widmet sich kenntnisreich den neuesten und zukunftsträchtigsten Neuerungen in der Welt des Internet.
So ein reizvoller Widerspruch. Das ist zum Entzücken, meine Damen und Herren.
(Ich muß doch hier nicht schwören, daß ich mit Mario S. weder verwandt, noch verschwägert, noch befreundet bin?
Ich bin einfach von seiner Arbeit
b e g e i s t e r t.)

Apropos Urheberrecht:
Wie geht Mario S. damit um?
Aus dem Gedächtnis zitiert:
>Falls es Ihnen gefallen hat, erzählen Sie es allen Ihren Freunden und Feinden.
Und falls es ihnen nicht gefallen hat. Bitte schweigen Sie oder behalten es für sich. < ”

Kommentar von Goldstern, geschrieben am 15.3.2007.

Wäre schön, wenn es auch in einem freien Format, wie z.B. Ogg Vorbis verfügbar wäre hmmm

Kommentar von Traurig, geschrieben am 10.7.2007.

Ich finde es schon ganz prima so mit den 4 Video-Formaten zur Auswahl zum downloadden grin

Natürlich wäre es schön zusätzlich noch ein modernes Video-Format zur Verfügung zu stellen: Video-Codec X264, Audio-Codec z.B. OGG Vorbis, beides im mkv-Container. Aber notwendig finde ich das nicht.

Kommentar von martin, geschrieben am 26.6.2008.

Sehr witzige Ironie, dass ausgerechnet in dieser Folge das Video von YouTube nicht abgespielt werden darf ^^

Mario this is such great work, please go on with that!

Ich schaue gerade von Anfang an dein ganzes Archiv durch, mit ca 4-5 Folgen pro Tag und sobald meine Webseite wieder on ist, werde ich dieses geniale Sendung auch dort bewerben!

Genial, wie du Themen so aufarbeitest, dass sie für mich als Computerfreak interessant sind und gleichzeitig sogar von meiner Mutter verstanden werden könnten, die noch nichtmal den PC angeschaltet bekommt!

Kommentar von Markus, geschrieben am 23.4.2009.

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