09: Stefan Kellner über Plazes.com
Die Mobilfunkkonzerne sitzen auf einem Datenschatz: Mittels Funkzellenortung wissen sie permanent und ziemlich genau, wo sich jeder Handy-Inhaber gerade aufhält. Mit diesen Informationen ließen sich jede Menge sinnvolle oder sinnlose Dienste anbieten. Allein: Die Telkos ziehen es vor, einen auf Dagobert Duck zu machen und allein auf ihren Pretiosen hocken zu bleiben.
Plazes.com geht dieses Problem nun auf bewährte Graßwurzel-Manier an: Die Nutzer selbst befüllen weltweit die Ortsdatenbank.
Mitgründer Stefan Kellner erklärt, warum seine Plattform nicht zum Big Brother taugt, warum wir derzeit Medien vergewaltigen und warum in Deutschland Web-Start-Ups eine so seltene Spezies sind.
Links: Plazes.com
17. November 2006 | Link | Kommentare [13] | Versenden | Einbetten | Social Bookmark:
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08: Robert Lang über Fon
Im Netz tauschen wir Gedanken, Ideen und Kontakte aus. Wenn niemand zusieht, tauscht der eine oder andere Zeitgenosse auch gerne Musik und Filme. Das Netz ist somit irgendwie so etwas wie ganzjähriges Marathonwichteln.
Warum sollte man nicht auch das tauschen, was das Netz im Innersten zusammenhält, nämlich Bandbreite? Das fragte sich vor knapp einem Jahr der Gründer von Fon und gründete daraufhin, nun ja, Fon .-)
Europa-Chef Robert Lang erläutert im Interview das Konzept des nutzergenerierten Funknetzwerks.
In eigener Sache: Aus produktionstechnischen Gründen wird sich die Veröffentlichung der nächsten Episode wahrscheinlich ein wenig verzögern. Wir informieren Sie gerne, sobald die Sendung online geht: Schnappen Sie sich einfach einen der rechts oben verlinkten RSS-Feeds (Was ist RSS?) oder tragen Sie sich unmittelbar darunter in die Mailing-Liste ein.
8. November 2006 | Link | Kommentare [12] | Versenden | Einbetten | Social Bookmark:
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07: Brewster Kahle über das Internet-Archiv
Die durchschnittliche Lebensdauer einer Webseite soll gerade einmal 44 Tage betragen, ergab eine Untersuchung der British Library. Das vor zehn Jahren gegründete Internet-Archiv will dieser Flüchtigkeit digitaler Publikationen entgegenarbeiten und versucht, regelmäßig alle öffentlich zugänglichen Websites abzuspeichern.
Mittlerweile sammelt das Internet-Archiv auch Digitalkopien anderer Werke, denn Gründer Brewster Kahle hat ein großes Ziel.
Warum er Googles Vorgehensweise Bücher einzuscannen für einen “Albtraum” hält, warum eine europäische Filiale des Archivs notwendig war und worin er die große Aufgabe unserer Zeit sieht, erläutert Brewster Kahle im Gespräch.
Links: Archive.org, Wayback Machine, European Archive
2. November 2006 | Link | Kommentare [12] | Versenden | Einbetten | Social Bookmark:
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06: Evrim Sen über Hacker und Cracker
In ihrem Buch “No Copy” beleuchten Evrim Sen und Jan Krömer die weltumspannende Szene der digitalen Raubkopierer. Glaubt man den Autoren, haben die ersten Hacker, die sich ihren schrankgroßen Rechnern seinerzeit noch mit Schraubenschlüsseln nähern mussten, und Release-Groups, die heutzutage in geheimen Winkeln im Netz gecrackte Software veröffentlichen, mehr miteinander gemeinsam, als allgemein wahrgenommen wird.
Im Interview spricht Evrim Sen über die Anfangstage des Hackens und über den seiner Meinung nach größten Fehler der Softwareindustrie: den Kopierschutz.
Links: No Copy
26. October 2006 | Link | Kommentare [13] | Versenden | Einbetten | Social Bookmark:
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05: Larry Sanger über Wikipedia und Citizendium
Die freie Online-Enzyklopädie Wikipedia ist ohne Frage das Erfolgsprojekt des vielbeschworenen Mitmach-Webs. Für einige Visionäre ist sie gar der Beweis für das Funktionieren kollektiver Intelligenz.
Neben etlichen exzellenten Artikeln finden sich im weltgrößten DIY-Lexikon jedoch auch immer wieder Fälschungen, Ungenauigkeiten und Texte mit fragwürdiger Tendenz.
Larry Sanger, Wikipedia-Mitgründer, hält das Projekt in seiner jetzigen Organisationsform für gescheitert. Im Gespräch blickt er auf die Anfangstage zurück, verdeutlicht seine Kritik und erläutert seine Pläne für eine neue kollaborative Enzyklopädie.
Links: Wikipedia, Citizendium, An in-depth look at Citizendium
Bei dieser Gelegenheit: Vielen Dank an die Organisatoren der Konferenz Wizards of OS!
19. October 2006 | Link | Kommentare [9] | Versenden | Einbetten | Social Bookmark:
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04: Holm Friebe und Sascha Lobo über die digitale Bohème
“Dieses Buch ist hypermodern, jeder sollte es lesen”, findet Ingeborg-Bachmann-Preisträger Peter Glaser. In “Wir nennen es Arbeit” portraitieren Holm Friebe und Sascha Lobo die digitale Bohème, Großstadtbewohner, die dank Digitaltechnik und Internet dem Traum des selbstbestimmten Arbeitens bereits sehr nahe kommen—jenseits von Festanstellung oder GmbH-Gründung.
Warum sie trotzdem nicht die Speerspitze der Neoliberalen sind und was das Nähen von Puppenkleidern damit zu tun hat, erläutern die beiden Autoren im Gespräch.
Links: Wir nennen es Arbeit (Blog zum Buch), Interview bei ORF.at
12. October 2006 | Link | Kommentare [11] | Versenden | Einbetten | Social Bookmark:
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03: Mitchell Reichgut über The Scene
Eine Fernsehserie ohne Sender: Seit Dezember 2004 produziert das Unternehmen Jungroup die Fortsetzungsserie The Scene und bietet sie über das Web, sowie über Filesharing-Netzwerke zum Download an. Nicht nur der Distributionsweg, auch das Format ist ungewöhnlich. Der Zuschauer mutiert zum Desktop-Voyeur. Er beobachtet die PC-Aktivitäten des Hauptdarstellers, liest seine E-Mail- und Chat-Unterhaltungen mit und verfolgt auf diese Weise eine komplexe, mehrschichtige Story.
Spielte die erste Staffel in der geheimnisumwitterten Welt der Release-Groups, geht die zweite Auflage neue Wege. Wohin die Reise geht, erklärt uns Regisseur und Drehbuchautor Mitchell Reichgut.
Links: The Scene, Jun Group, Wikipedia über The Scene, Trailer: The Scene TV
5. October 2006 | Link | Kommentare [3] | Versenden | Einbetten | Social Bookmark:
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02: Markus Breuer über Second Life
Noch nie war es so leicht, ein Doppelleben zu führen: In Online-Rollenspielen wie Second Life entwerfen die Mitspieler ihre eigenen Körper und basteln sich eine neue Welt. Einige bestreiten mit den Aktivitäten ihrer dortigen Existenz sogar den Lebensunterhalt ihrer hiesigen. Andere geben sich ganz - virtuell hin oder her - dem uralten Diktat der Hormone hin.
Second-Life-Bewohner Markus Breuer spricht über die Faszination der virtuellen Parellelexistenz.
Links: Second Life, Markus Breuer, aktueller Artikel im Wall Street Journal, Liste von Unternehmen, die in Second Life eine Filiale betreiben (wollen)
Wie immer, auch erhältlich in der Videotanke Ihres Vertrauens: Sevenload, Youtube, Google Video, sowie Archive.org (QT only).
In eigener Sache: Neue Episoden erscheinen künftig voraussichtlich jeden Mittwoch. Aus Termingründen dieses Mal bereits ein wenig früher.
In eigener Sache 2: Unser Videoserver erhält gerade eine ausgedehnte Massage, damit er künftig die Filme noch flotter ausliefert. Daher verschiebt sich die Veröffentlichung der nächsten Episode um einen Tag auf Donnerstag den 05.10., voraussichtlich nachmittags. Vielen Dank für Ihr Verständnis und: Bleiben Sie dran!
26. September 2006 | Link | Kommentare [32] | Versenden | Einbetten | Social Bookmark:
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01: Tim Bruysten und Simon Kock über Mnemo
Suchmaschinen prahlen gerne mit der Größe ihrer jeweiligen Indeces und mit der Anzahl der gefundenen Treffer. Mit diesen ellenlangen Listen wird der Nutzer jedoch weitgehend alleine gelassen und muss mühsam die für ihn relevanten Treffer aus der Ergebnisflut herausfischen.
Tim Bruysten und Simon Kock arbeiten an einem Interface, das die Trefferrelevanz von Suchmaschinen vergrößern soll - und die Ergebnisseiten verkürzt.
Links: Mnemo.
Update: Ja, bisweilen ruckelt das Video ausgesprochen unangenehm. Die Leitungen des Videoserver glühen. Wir grübeln momentan über einer Lösung. Bis dahin bitte ich um ein wenig Geduld und verweise auf die angeschlossenen Funkhäuser. Streaming: Youtube, Sevenload, Google Video. Download: Archive.org (QT only).
18. September 2006 | Link | Kommentare [26] | Versenden | Einbetten | Social Bookmark:
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Weitere Episoden:
- 39: Jens Seipenbusch über die Piratenpartei
- 38: Sebastian Küpers und Dirk Olbertz über dezentrale soziale Netzwerke
- 37: Barcamp Köln
- 36: Lutz Schmitt über Machinima
- 35: Peter Schaar über Vorratsdatenspeicherung und Online-Durchsuchungen
- 34: Michael Merz und Dirk Kamrad über Dailyme.TV
- 33: Martin Oetting über Marketing im Internet-Zeitalter
- 32: Florian Hadler und Gabriel Yoran über aka-aki
- 31: Jimmy Wales über Wikipedia und Community-Design
- 30: Roger Fischer über QR-Code
- 29: Dick Hardt über die Vorteile von Online-Identitätssystemen
- 28: Ralf Bendrath über die Risiken von Online-Identitätssystemen
- 27: Mercedes Bunz über das Internet als Waldspaziergang
- 26: Oliver Ueberholz über das Internet in China
- 25: Christoph Schultheis und Stefan Niggemeier über Bildblog
- 24: Bruce Sterling über Science-Fiction und grüne Fundis
- 23: Daniela und Lars Hinrichs über Xing
- 22: Hossein Derakhshan über Blog-Kultur im Iran
- 21: Martin Varsavsky über Start-Up-Kultur in den USA und in Europa
- 20: Was bisher geschah (1)
- 19: David Weinberger über Cluetrain, Netzneutralität und eine neue Renaissance
- 18: Marissa Mayer über Google
- 17: Michael Schuster über Hierarchien und Netzwerke
- 16: Marc Canter über soziale Netzwerke und Online-Identität
- 15: Ibrahim Evsan über Sevenload und das TV von morgen
- 14: Lawrence Lessig über die Medienwelt als Buchgeschäft
- 13: Lawrence Lessig über das Urheberrecht und die Lese-Schreibe-Kultur
- 12: Peter Glaser über Datenschutz und Informationskubismus
- 11: Peter Glaser über die Anfangstage der Digitalen Ära
- 10: Dan Gillmor über den Wandel der Medien
- 09: Stefan Kellner über Plazes.com
- 08: Robert Lang über Fon
- 07: Brewster Kahle über das Internet-Archiv
- 06: Evrim Sen über Hacker und Cracker
- 05: Larry Sanger über Wikipedia und Citizendium
- 04: Holm Friebe und Sascha Lobo über die digitale Bohème
- 03: Mitchell Reichgut über The Scene
- 02: Markus Breuer über Second Life
- 01: Tim Bruysten und Simon Kock über Mnemo









