009:  Stürme aus Fäkalien, Literatur aus Telefonhörern und Geld aus Daten

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DIGIsellschaft: Der „Shitstorm“ ist eines dieser Netzphänomen, welches sich gegen eine Übertragung in die Realität sträubt. Was steckt hinter diesen Beschimpfungsstürmen, die jeden treffen können und oft genauso schnell verschwinden, wie sie gekommen sind.

140sekunden: @hoch21 “Habe gerade dem @Heartcore am Telefon Gruselgeschichten vorgelesen, bis er eingeschlafen ist. Ja, so bin ich. Möchte noch jemand?”

Uebermorgen.TV: Von Linden-Dollars bis zu Bitcoins: Das Netz macht sich unabhängig vom realen Kreislauf der Währungen. Schon heute existieren etliche alternative Zahlungsmittel im Netz. Wie könnte es Übermorgen weitergehen, mit dem virtuellen Geld?


Abspann: Moderation & Leitung der Sendung: Mario Sixtus, “Shitstorm” Autor: Tobias Moorstedt, Julius Endert; Kamera: Markus Hündgen, Oliver Vogt, Schnitt: Alexander Lorenz; “Cyberwährung” Autor: Mario Sixtus, Grafik & Animation: Fritz Gnad, Alexander Lehmann, Anne Lucht, Irene Mehl, Matthias Paeper; Darsteller: Jakob Pfafferodt, Schnitt: Alexander Lorenz; “140 Sekunden” Redaktion: Max Conrad; Kamera: Antje Beyen, Schnitt: Antje Beyen, Sprecher: Nadine Schaub, Petra Bröcker, Torsten Altenhöner; Musik: Real Rice, niteffect, #NarNaoud#, six, Antony Raijekov, David Law, Alexander Blu, Armolithae, BrunoXe, david aubrun; Redaktion ZDF: Dinesh Kumari Chenchanna, Bernhard Fritsch, Christine Geier, Holger Meier, Peter Wagner, Realisierung: Blinkenlichten Produktionen im Auftrag des ZDF, (c) 2011 ZDF; Creative Commons BY-NC-SA

24.08.2011 | Kommentare [16] | Versenden | Bookmark:      

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Kommentare:

Das Highlight der Folge: Der Geldfluss von PayPal @08:21 xD

Kommentar von PatrickTT, geschrieben am 24.8.2011.

Jetzt mal für Blöde:
Was unterscheidet diese "Lollibucks" von Bitcoins?

Kommentar von ?!, geschrieben am 24.8.2011.

Ah, schon gut - habe es gerade fertig gesehen. wink
Aber da war es doch völlig sinnfrei, daraus eine Utopie zu basteln, immerhin gibt es Bitcoins schon länger...

Kommentar von ?!, geschrieben am 24.8.2011.

Sehr geile Folge. Nur das gewippe auf den Füssen nervt, Herr Sixtus!

Kommentar von Toby, geschrieben am 24.8.2011.

Auf was soll ich denn sonst wippen? Auf den Händen?

Kommentar von Mario Sixtus, geschrieben am 24.8.2011.

Das wäre in jedem Fall eine sehr willkommene Abwechslung gewesen, ja! wink

Kommentar von Toby, geschrieben am 24.8.2011.

Das Fusswippen von Mario Sixtus ist eine Hommage an Franz Josef Strauß. Der hat diesen Habitus nämlich erfunden.

Kommentar von Stephan Meyer, geschrieben am 24.8.2011.

kleiner Schönheitsfehler. WoW Gold muss man nicht kaufen. Das Gold erfarmt man sich regulär im Spiel. Es stimmt, dass es einen Schwarzmarkt gibt um es sich zu kaufen, der sehr umstritten ist.

Spannend dabei ist was Blizzard mit ihrem kommenden Titel Diablo 3 macht.

http://roughtr8de.wordpress.com/2011/08/03/diablo-3-ingameitems-gegen-euro/

hier machen sie den optionalen Handel von Ingameitems gegen Euro offiziell salonfähig.
Das WoW Beispiel ist etwas unglücklich formuliert.

mfg Dirk :D

Kommentar von DirkBasquiat, geschrieben am 24.8.2011.

diese lolzbucks scheinen mir etwas zentralisierter zu sein als der bitcoin

Kommentar von herzmeister, geschrieben am 24.8.2011.

Fand ÜbermorgenTV diesmal etwas schwächer als sonst, war mir etwas zu sehr morgen. Und is ja schon 19.48 Uhr abends, ne? Nächste bitte wieder abgedrehter..

Kommentar von Nico, geschrieben am 26.8.2011.

Ich fand den letzten Beitrag auch n bisschen zu utopisch... Ich mein, gehn wir das ganze mal rechnerisch an:

In dem Beitrag ging ein immer größerer Teil der Transaktionen am Finanzamt vorbei, aber hey, dafür ham die Lollibucks-User ja den Gewinn der Firma gespendet. Problem:

a) der Betrag, den die Firma für Kindergärten etc. spendet, muss geringer sein, als das, was das Finanzamt normalerweise einnimmt. Denn die Begründung, warum die Leute Lollibucks nutzen, war ja, dass sie weniger zahlen müssen als auf normalem Weg. Also kriegen wir in dieser Utopie weniger öffentliche Dienstleistungen, als bisher.

b) Der Mechanismus zur Umverteilung der Finanzierungslast, wie er in der bisherigen progressiven Einkommenssteuer vorhanden ist, fällt weg. Wenn man sieht, wie krass sich geringe "Entlastung" höherer Einkommen in den letzten Jahren auf unsere Gesellschaft ausgewirkt hat, kann man sich vorstellen, dass die Lollibucks-Utopie in der Praxis net sonderlich angenehm wird.

Auch das Argument, dass Lollibucks (oder eben Bitcoins) demokratischer seien, als unsere Regierungen, will mir nicht einleuchten. In unserer Demokratie kann ich wählen, welche Verteilung der Abgabenlast ich für gerecht halte, und welche Menge an Finanzaufkommen wir uns für öffentliche Dienstleistungen leisten wollen. Im Lollibucks-Beispiel ist der Betrag fest, weil es der Gewinn der Stiftung ist, und ich darf nicht mitbestimmen, wer wieviel beitragen muss. Summa summarum: Weniger Wahlfreiheit.

Da erscheint es mir demokratischer, die bestehenden Institutionen um partizipatorische und direktdemokratische Möglichkeiten zu erweitern, als utopische Hoffnungen auf ein Währungssystem zu setzen, das mir gesellschaftliche Wahlmöglichkeiten nimmt.

Wär schön, wenn der nächste Beitrag da ein bisschen ausgeglichener wäre.

tl;dr-Version (danke Lobo):

Historisch betrachtet ham wir mir Wirtschaftlichen Institutionen, die über dem Recht standen, keine zu guten Erfahrungen gemacht, deswegen wundert mich der Bitcoin-Hype.

Kommentar von Ray, geschrieben am 27.8.2011.

Ich habe mich schon immer gefragt, was eine treffende Bezeichnung für diese ewig lange Schlange von beleidigenden etc. Kommentaren unter Artikeln oder bei Youtube nun ist.
Jetzt weiß ichs, vielen Dank. Und passender hätte man es echt nicht treffen können!

Kommentar von Helen, geschrieben am 27.8.2011.

Die vielen kleinen Anspielungen und Seitenhiebe in ÜbermorgenTV fand ich großartig!

Etwas schwer getan habe ich mich jedoch mit den Bezahlungen, die aufgrund der digitalen Währung am Finanzamt vorbei gehen, da sie in keinem Kontoauszug auftauchen. Das erscheint mir gleich in mehrerer Hinsicht absurd.

1) Warum wird das Kind nicht beim Namen genannt? Das ist Schwarzarbeit beziehungsweise Steuerhinterziehung. Das gibt es heute schon!

2) Dafür braucht man keine digitale Währung, unsere bisherige Währung hat nämlich auch eine anonyme Form namens "Bargeld", mit der das noch viel besser geht!

3) Das vermeintlich "echte" Geld auf dem Konto ist ebenfalls nur virtuell! Es liegt ja nicht wirklich bei der Bank - die hat es durch Kredite und ähnliches ja weiter gegeben. Eine Bank könnte niemals allen Kunden das Geld auszahlen.

4) Das virtuelle Geld (egal ob Lollybucks oder das Konto bei der Bank) lässt sich durch den Staat viel leichter kontrollieren, weil es Datenspuren hinterlässt. Im Gegensatz zum Bargeld!

Kommentar von Volker Grabsch, geschrieben am 9.9.2011.

Ein Video, dass im Begleittext die längst gelöschte Unterscheidung Internet/Realität in einer derartigen Naivität wieder einzuführen versucht, offenbart die Gebundenheit an ein verunsichertes, weil überkommenes Massenmedium (Fernsehen, zdf).

Ein shitstorm ist - betrachtet man, mit was für einer Emotionalität, Erregung und Aufsehen er durchgeführt, empfunden, beobachtet wird - spürbar real.

Der elektrische Reporter bleibt auf diese Weise ein Reporter für die elektronische, nicht für die virtuelle Welt.

Kommentar von Arne Bense, geschrieben am 10.9.2011.

Shitstorm ist doch nur Werbung, wenn auch meist negativ! Aber Werbung ist Werbung.

Kommentar von Christian, geschrieben am 16.9.2011.

Kleiner Tipp noch: laut http://flannelapparel.blogspot.com/2007/12/contact.html heißt eure Expertin aus dem ersten Beitrag nicht Theresa Brückner, sondern Teresa Bücker.

Kommentar von Nico, geschrieben am 21.10.2011.

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