007: Spielifizierung, Hamburgerismus und Gehirnifikation

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DIGIsellschaft: Der Mensch ist ein verspieltes Wesen. Bei Spielen wie Angry Birds oder Farmville bleibt gerne mal die Arbeit liegen. Aber warum sollte man Menschen nicht umgekehrt auch spielerisch motivieren können, Unangenehmes zu erledigen? „Gameification“ heißt ein aktueller Trend im Web, der genau das versucht.
140sekunden: @tomhillenbrand „Weltstadt Hamburg? Das Bielefeld unter den Weltstaedten, vielleicht.“
Uebermorgen.TV: Am Anfang waren es Lochkarten, dann kam die Tastatur, später dann Joystick, Maus und Touchscreen: Wie könnte es übermorgen weitergehen mit der Schnittstelle zwischen Mensch und Computer.


Abspann: Moderation & Leitung der Sendung: Mario Sixtus, “Gameification” Autor: Stefan Ebmeyer; Kamera: Markus Hündgen, Andreas Simon, Schnitt: Jörg-Sven Pispisa; “Brain-Computer-Interface” Autor: Mario Sixtus, Grafik & Animation: Fritz Gnad, Alexander Lehmann, Anne Lucht, Irene Mehl, Matthias Paeper; Darsteller: Michael Trommer, Wolfgang Höfer, Alexander Lorenz; “140 Sekunden” Redaktion: Max Conrad; Kamera: Michael Berger, Thomas Reis, Schnitt: Michael Berger, Sprecher: Nadine Schaub, Petra Bröcker, Torsten Altenhöner, Studio-Konstruktion: Axel Ganz; Musik: serphonic, Project Nine, djbouly, StrangeZero, PerlssDj, BrunoXe, Dipartimento Suono Pubblico, Guido Segni; Redaktion ZDF: Dinesh Kumari Chenchanna, Bernhard Fritsch, Christine Geier, Holger Meier, Peter Wagner, Realisierung: Blinkenlichten Produktionen im Auftrag des ZDF, (c) 2011 ZDF; Creative Commons BY-NC-SA

29.06.2011 | Kommentare [16] | Versenden | Bookmark:      


Kommentare:

Bei UebermorgenTV fehlt die Alternative Theorie, wie es weitergehen könnte. Ohne diese wird das Format nie die Qualität des ersten Dummys erreichen.
Und die Tatsache, dass derartige Geräte nicht missbraucht werden ist doch zu schön, um seriös zu klingen.

Kommentar von kralynx, geschrieben am 29.6.2011.

Der Editor des ersten Einspielfilms ist wohl Plants vs. Zombies Fan, was?

Kommentar von gordon-creAtive.com, geschrieben am 29.6.2011.

Wissenschaft des Proteine faltens als Spiel:

http://fold.it/portal/

mit übrigens tollen Resultaten schon.

Kommentar von LennStar, geschrieben am 29.6.2011.

bitte engagiert doch für die übermorgen.tv episoden mal richtige schauspieler... so teuer kann das ja nicht sein. ich finde die momentanen pseudo-charaktere sehr schlecht inszeniert... die idee hingegen, potentielle persönlichkeiten sprechen zu lassen finde ich sehr gut. lg.

Kommentar von adrian oesch, geschrieben am 29.6.2011.

Sorry, aber die "interview-Partner" bei Übermorgen TV spielen echt schlecht...

Kommentar von Daniel, geschrieben am 29.6.2011.

Dass die "Pseudocharaktere" in Uebermorgen.TV manchmal ein bisschen komisch rüberkommen, finde ich nicht schlimm, auch "echte" Interviewpartner sind doch nicht immer Profiselbstdarsteller.

Der Gedankengang Neue Technologie -> Pornoindustrie -> Weltfrieden ist grossartig wink

Kommentar von haro, geschrieben am 29.6.2011.

Schöne Sendung. Nur im letzten Film fehlt etwas. Die Möglichkeit bei einem anderen Menschen Emotionen auszulösen, könnte man auch als Waffe einsetzen. Als eine ziemlich mächtige sogar.

Kommentar von Snofru, geschrieben am 29.6.2011.

Hm, das erste Mal, dass Übermorgen-TV einen positiven Ausblick wagt, oder?
Nette Abwechslung grin

Zur Forderung "bessere Schauspieler":
Als nächstes noch alle Comic-Szenen real nachspielen?
Bitte nicht. Ich finde es eher charmant, dass hier nicht der Versuch einer realen Reality-Doku gemacht wird.

Kommentar von Axel Stoffenberger, geschrieben am 29.6.2011.

Ich finde es gut, dass uebermorgen.tv nur eine These bringt. Erschöpfend könnte man die Zukunft eh nicht ausleuchten, und das Format ist so inspirierend -- eine Alternative auszudenken liegt in der Hand jedes einzelnen Zuschauers!

Nicht immer alles von den Medien vormachen lassen. Selbst denken!

(Und dann bitteschön hier, auf youtube oder facebook, twitter oder im eigenen Blog posten und diskutieren.)

Schönen Gruß!

Kommentar von Felix, geschrieben am 29.6.2011.

Korrekt lautet das Einstiegszitat:

„Reife des Mannes: das heißt den Ernst wiedergefunden haben, den man als Kind hatte, beim Spiel.“ - Friedrich Nietsche, Jenseits von Gut und Böse

Kommentar von Nietsche, geschrieben am 30.6.2011.

Zwei Sachen zum Übermorgen.TV :

Die "Stimmungorgel" hat sich bereits Philipp K. Dick in seinem "Blade Runner" vorgestellt.

Außerdem ist diese Kopfverdrahtung doch dem Internet sehr ähnlich, oder? Es werden Gefühlsdaten von einem Anwender zum Nächsten weitergeschickt. Ich kann mir gut vorstellen, dass auf diesem Weg auch Kriminalität, Malware und Missbrauch Einzug in diese Technologie finden. Dass sich dann am Ende alle küssend in den Armen liegen, könnte dann an dem kriminellen Genie eines iLoveU-Hackers liegen smile

Kommentar von Nigma, geschrieben am 30.6.2011.

ÜbermorgenTV finde ich in diesem Fall äußerst unkritisch, auch wenn es mal eine Abwechslung ist nicht alles ins Negative enden zu lassen, hätte man definitv zwei Dinge noch mit erwähnen müssen.

1. Zwangsemotisierung als Waffe das von Straftätern aber auch Regierungen (Guantanamo) mißbraucht wird und harte körperliche Folter durch die Gefühlübertragung ersetzt, welche zuvor von Opfern aufgenommen wurde.
2. Zwangsemotisierung ausgehend von beispielsweise der Werbeindustrie, die ihre Inhalte durch ständige Emotionalisierung zum Emotionalem Abstumpfen führen kann?
3. Filme mit Emotionsspur? Schön für Pornos, Komödien, Liebesfilme. Möglicherweise auch Aktionfilme. Aber was ist mit Horror- und Splatterfilmen? Brauche ich die Emotionen eines Kettensägenmassakrieres? Oder will ich die Emotionen eines zerstückelten Opfers?

Der zweite Punkt der mir fehlte ist, die Entblößung der Emotionen, wie sie beispielsweise in diesen Klassenexperiment vorkommen. Seine Emotionen freiwillig mit anderen Menschen zu teilen ist eine Sache. Eine andere wenn man dazu genötigt wird sein persönliches Wohlbefinden an andere, vor allem Bekannte aus seinem Umweld weiterzuleiten. Da kann der Druck des Zufriedenseins entstehen und die schützende Möglichkeit der Verstellung scheint ausgeschaltet. Ich jedenfalls erlebe in meinem Alltag viel Frust den ich nicht meinen Mitmenschen kommunizieren will und würde das Weitersenden an Mitmenschen als Verletzung meiner Persönlichkeitsrechte sehen.

Ein anderer Interessanter Punkt wäre die Abhängigkeit fremder Emotionen und die Unterscheiden/Orientierung zwischen eigenen und fremden Emotionen.

Die Sendezeit mag zu knapp gewesen sein auf alle Punkt einzugehen. Aber ein interessantes Feld ist bleibt es dennoch.

Kommentar von Khaine, geschrieben am 30.6.2011.

Ich kann nicht nachvollziehen, was man a den Darstellern ändern sollte. Sie sind zwar ganz leicht überzeichnet, das ist aber in einer Projektion durchaus ok, denn man sollte sie schließlich auch dann noch als Fiktion erkennen können, wenn man daraus nur einen Schnipsel sieht.

Über das Thema "Gefühlsrecording" gab es doch schon mal vor unendlich langer Zeit einen Spielfilm. Da brachte sich natürlich auch jemand mit einer Endlos-Sex-Schleife selbst um. Titiel: ??

Insgesamt ein schöner ElRep, wie ich ihn von Anfang an immer gemocht habe. - Vielen Dank!

Kommentar von Thomas, geschrieben am 5.7.2011.

Für Autisten wäre das ein schönes Lerninstrument.

Kommentar von Edith, geschrieben am 7.7.2011.

Bei Uebermorgen.tv vermisse ich die ausgewogene Mischung aus Utopie und Dystopie. Oder zurück zu den zwei separaten Versionen.

Die Darsteller waren diesmal besonders schwerfällig. Zwar fände ich es übertrieben, hierfür hochklassige Schauspieler anzuheuern. Doch die Leute sollten zumindest sicher in ihrem Text sein. Zur Not könnte man versuchen, sie improvisieren zu lassen, dann wirkt es wenigstens nicht ganz so gestellt.

Kommentar von Volker Grabsch, geschrieben am 13.7.2011.

Warum kann man in der HTML5-Version nicht auf Vollbild schalten? Was bringt mir Fast-HD, wenn das Video nur so groß ist wie eine Zigarettenschachtel!?

Kommentar von Hans Peter, geschrieben am 18.8.2011.

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