30: Roger Fischer über QR-Code

Internetfähige Mobiltelefone sind eine Sache, das Eintippen einer ellenlangen URL eine andere. In Japan hat man aus diesem Grund bereits vor einigen Jahren die Real-World-Variante des Hyperlinks eingeführt: den QR-Code, was für “Quick Response” steht. Seitdem finden sich dort in Zeitungen, Katalogen und auf Plakatwänden die kleinen schwarz-weißen Quadrate, die manigfaltige Informationen an Handys übermitteln können.

Die schweizerische Kaywa AG gehört zu den wenigen europäischen Unternehmen, die versuchen, diesen Trend auch in unsere Alltagswelt zu implementieren. Kaywa-Geschäftsführer Roger Fischer erläutert im Gespräch die Möglichkeiten der 2D-Barcode-Technologie und erklärt, warum er fest davon überzeugt ist, dass das mobile Internet—fast zehn Jahre nach seiner Ausrufung—nun endlich Wirklichkeit wird.

Links: Kaywa-Reader, Feed 2 Mobile, QR-Code-Generator, Roger Fischer (Blog)

20. May 2007 | Link | Versenden | Einbetten |
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Kommentare:

Ein einziges Problem ist – es geht nur mit ziemlich hochwertige Handys ... Mein Handy ist nicht dabei schade. Hier ist der link zu den unterstützten Handys - http://reader.kaywa.com/phones -
Das coole 2D-Barcode habe ich für meine Suchmaschine Lukas119.de auch generiert – kostenlos - nicht schlecht;)
Die Jungs werden wirklich erfolg haben.

Kommentar von Lukas119.de, geschrieben am 21.5.2007.

wow! Sehr spannendes Interview, und ich bin das erste mal auf die ER Seite gestoßen. Großes Kompliment… ich hab ein neues Lieblings-Blog! Gratulation zu den imho extrem gut gemachten Beiträgen.

Kommentar von ritchie, geschrieben am 22.5.2007.

Was mich an der an sich tollen Idee massiv stört, ist dass ich bei einem derartigen Code keine Möglichkeit habe zu überprüfen, welchen Link ich (anklicke) scanne.

Wenn ich eine URL per Hand eingebe, oder einen klassischen HTML-Link anklicken, kann ich relativ einfach überprüfen bei welcher Domain ich lande.

Schade, dass das nicht thematisiert wird!

Kommentar von Paule, geschrieben am 22.5.2007.

Die Idee ist klasse, wir testen die Verwendung von 2D Codes schon eine Weile, allerdings nicht diesen Anbieters aber auch von einer Schweizer Firma. Die Einsatzmöglichkeiten sind quasi unbegrenzt. Soweit ich weiss arbeitet die Deutsche Bahn im Umkehrschluss quasi als mobile Fahrkarte aufs Handy mit solchen Codes, die der Kontrolleur dann scannt.

@Paule
Wer den Code anbietet ist in den meisten Fällen zu erkennen, denn er muss ja in Bezug zum Anbieter stehen: Kampagnen, Gadgets, mobile Websites,  Gewinnspiele, Angebote, Tickets ect. Das kaum einer auf lau einen Code scannt ist klar.

Fazit: bleibt abzuwarten welcher Softwareanbieter sich vorinstalliert in der Handyindustrie durchsetzt…

Grüße
Stella

Kommentar von Stella, geschrieben am 23.5.2007.

Grundsätzlich muss ich natürlich wissen, welchen Code ich scanne. Das ist richtig. Ich klick auch nicht auf jeder Website auf irgendeinen Link.

Aber 1. hätt ich’s trotzdem schön gefunden, wenn das auch im Interview thematisiert worden wäre.
2. Kann jemand mit ein wenig Ehrgeiz, bspw. auf einer Plakatwand, den eigentlichen Code mit einem eigenen Code überkleben, ohne dass die “Überklebung” zu erkennen wäre, oder zumindest kaum.

Ich bin gespannt, wie sich das Ganze entwickelt.

Kommentar von Paule, geschrieben am 23.5.2007.

Ich bin hin und her gerissen. Es gibt verschiedene sichtweisen, was spricht geben eine “normale” URL eingabe?
Hintergrund ist das zb. Plakataktionen gekicknappt werden könnten. Es könnten nähmlich auch Pornoseitenbetreiber ihre URL als Scannbarencode auf das Plakat kleben (über den des eigentlichen Betreibers) ...
Natürlich wäre auch eine tolle Datenkrake man könnte jede URL mit einer ID paaren und so feststellen welches Plackat am meisten Sales generiert hat.

Möchte ich das? Ich denke nicht

Kommentar von sts, geschrieben am 25.5.2007.

... man könnte auch mit einem dicken, schwarzen Filzstift einfach noch ein Paar dicke, fette Punkte dazu malen - warum sich die Mühe des Überklebens machen, quasi eine Guerillaaktion auf 2D Codes…

aber es gibt ja doch noch viel mehr als nur Plakatwände und ich Frage mich gerade wie   man die Codes auf Bandenwerbung in Fußballstadien, Seitenweise in den Printanzeigen diverser Boulevardblätter oder gar auf Umverpackungen in den Supermarkregalen etc. manipuliert ... also wie “hackt” man Printmedien?

Nee, nee werte Mitschreiber, das ist mir persönlich viel zuviel Schwarzmalerei!

Lenken Sie doch einfach mal den Blick auf die Vorteile, die die Codes bieten könnten und vielleicht über den Tellerrand in die Nachbarländer wo es schon hervorragend funktioiert. Weit müssen Sie nicht gucken, siehe die Schweiz.

Kommentar von Stella, geschrieben am 25.5.2007.

Also ich denken auch, dass die möglichen Nachteile / die potentielle Hackbarkeit eines Systems keine generelles Totschlagargument darstellt. Und im vergleich zu einem “richtigen” virtuellen Hyperlink scheint mir die Manipulationssicherheit immer noch vergleichswsweise hoch zu sein.

Kommentar von ritchie, geschrieben am 25.5.2007.

Wahnsinnig interessantes Interview! Glückwunsch. Aber bitte:
ich kann dieses “substanz entscheidet” und diese beschissene HB-Molodie nicht mehr hören! Wirklich nichts gegen den spot und nichts gegens Handelsblatt. Aber ich überspring ihn mitlerweile jedesmal. Was bringt der Spot denn noch?
Ich glaube es ist auch gutes Marketing fürs HB ohne den spot, ich identifiziere die Marke Handelsblatt sehr mit bloggen und einem tollen VCasting-Format.
Grüße aus den staateb

Kommentar von Jonathan#, geschrieben am 26.5.2007.

nebenbei bemerkt:
“[...] während der Lektüre Endprodukten der Holzverarbeitenden Industrie” klingt echt klasse.
Und wem ist es noch nicht passiert, dass man auf Büchern und Zeitschriften mit dem Finger rumtippt oder versucht den Text zu markieren und kopieren grin

Kommentar von Web Mining Blog, geschrieben am 26.5.2007.

Ich habe das Ganze jetzt mal ausprobiert.
Wirklich äußerst praktisch.

Aber auf der Kaywa-Seite gibt es ein paar Test-Codes. Wenn ich den Code von Google einscanne, fragt mich das Programm zwar, ob ich die Seite aufrufen will, aber zeigt mir nur einen Zahlencode an. Spätestens hier sollte die URL angezeigt werden, damit man weiß wo man landet.

Wäre sehr erhellend, wenn sich auch die Firma mal äußern würde, die als moderne Web 2.0-Firma (war das jetzt ein Pleonasmus?) ja ganz sicher hier mitliest.

Kommentar von Paule, geschrieben am 26.5.2007.

Ja, Optimierungsmöglichkeiten gäb’s wohl einige… aber wer weiß: vielleicht steckt der Algorithmus in wenigen Jahren schon in jeder Digitalkamera grin

Kommentar von ritchie, geschrieben am 26.5.2007.

@Paule
Pleonasmus: Web 2.0 - Firma

Kommentar von Web Mining Blog, geschrieben am 26.5.2007.

Hallo Paule,

Bei den Testcodes verwenden wir sogenannte Shortcodes, d.h. Zahlenstrings.
Dies um die Grösse möglichst klein und konstant zu halten.

Auf http://feed2mobile.kaywa.com verwenden wir Short Code URL’s.

Natürlich gehen auch sonstige URL’s nur ist bei und in Europa, dann die Grösse des Codes evtl. deutlich grösser.

Zur Veranschaulichung der drei Methoden:
(ans Ende des Post scrollen)
http://roger.kaywa.ch/p2068.html

Siehe auch:
Vorteile des Shortcodes: Scannen, Tippen, SMS
http://www.kaywa.com/kaywa-reader/kaywa-reader-and-sms-and-how-this-works-together.html

Zum Unterschied der Grösse (Shortcode / URL): http://roger.kaywa.ch/p2010.html

Wenn wir - wie in Japan - auf 1cmx1cm für Text und URL sind, dann werden sich wohl Shortcodes erübrigen.

Kommentar von Roger, geschrieben am 30.5.2007.

Natürlich gibt es auch hierbei Manipulationsmöglichkeiten. Die gibt es immer. Allerdings sehe ich hierbei, dass die Vorteile überwiegen. Eine wunderschöne Brücke zwischen alten Medien und neuen Medien. Finde ich großartig!

Achso: Klasse Interview, Mario!

Kommentar von Jo, geschrieben am 2.6.2007.

Wuahh gääähn, diese 2D Codes sind sowas von ein alter Hut. In Japan gibts die seit Jahren und sind an jeder Ecke zu finden.

Überaus praktisch, sicherlich.

Sinn gibt das alles aber erst wenn Internet auf dem Handy eine echte Alternative ist. Das geht a) erst wenn die Daten-Tarife ein humanes Preisniveau erreichen und b) müssen sich fürs Handy-Display aufbereitete Webseiten (HMTL, nicht WAP!!) auf breiter Front durchsetzen.
Der Sinn ist ja durch den Code auf eine Info-Page geleitet zu werden die speziell auf Handys zugeschnitten ist. Dafür brauchen wir hier sicher wieder 5 Jahre…

Gruß,
Nathan

Kommentar von Nathan, geschrieben am 3.6.2007.

Hi Nathan,

QR Codes haben durchaus das Potential das mobile Internet auch preislich attraktiv zu machen. Denn wenn ich gerade auf die Seite geführt werde, die mich interessiert, brauch ich nicht mehr mit einer langwierigen und kostenpflichtigen Suche (intern oder extern)  dasselbe zu tun.
Und natürlich sollte die “Landing Page”  mich dann auch nicht mehr als ein SMS kosten.

Kommentar von Roger, geschrieben am 4.6.2007.

Die QR-Codes waren für unerfahrene Deutsche wie mich & meine Mitreisenden eine sehr deprimierende Sache, als wir Tokyo besuchten.
Unmengen an kostenlosen MP3s, Videos (Werbespots, Musikvideos…) und geheimen, “limitierten” Websites, über die man wiederum zu Sachpreisen gekommen wäre - all das konnten wir nicht nutzen, weil unsere Mobiltelefone nicht die Voraussetzungen aufwiesen. Beziehungsweise, wir auch erst 3 Tage vor Abreise das gesamte System verstanden.

Also hoffe ich ganz egoistisch, dass sich QR hier durchsetzt, damit wir hier zum einen einen kurzen Abenteuertrip pro Code haben (zugegeben, eine gewisse Aufregung lässt sich da nie vermeiden) der uns wiederum zu vielen kostenlosen Dingen führt… zum anderen, damit wir nicht mehr hinterherhinken, und wirklich “mit dem Finger auf eine Textstelle tippen” - und sich dann gewissermaßen der Link öffnen lässt.
Ich nehme mir für meinen Teil nämlich sehr oft vor, diese und jene auf Papier gelesene Sache im Internet nachzukucken, und vergesse es dann doch wieder.
Mist.

Kommentar von s.a.w, geschrieben am 7.6.2007.

Sehr interessante Idee/n. Was die Diskussion über die Spam Codes anbetrifft ist die Frage wann der erste QR-Code Content Scanner auf den Markt kommt wink

Kommentar von Berni, geschrieben am 27.9.2007.

QR Code and Mobile telephone
This video explain the matrix code QR Code and how to use it for SMS messages and links…...QR Code barcode GSM mobile phone
http://www.youtube.com/watch?v=uf_DNHPBV-s

Kommentar von ??????? ?????, geschrieben am 7.1.2008.

Hier wird viel geschrieben und diskutiert zu URLs und QR-Code. Das ist mir zu einseitig. Ich habe in den vergangenen Monaten in meinem Blog viel geschrieben und gezeigt zum Thema QR-Code.
Die Einsatzmöglichkeiten sind doch viel breiter.
Zuletzt hier eine kleine Sammlung: QR-Code-Zwischenbericht (http://blog.lutz-nelde.de/2009/01/27/qr-code-zwischenbericht/).

Kommentar von LuNeX, geschrieben am 5.2.2009.

Da ich mich gerade aktuell mit dem Thema QR-Code beschäftige, fand ich diesen Artikel und möchte noch einen sehr interessanten Link auf KAYWA hinzufügen: Den QR-Code Generator: http://qrcode.kaywa.com/

Mit diesem kann man eine URL, einen freien Text, eine Telefonnummer UND auch eine vollständige SMS! in QR-Code umwandeln und z. B. auf seinem (Mobile) Blog abbilden.

Den KAYWA Reader fürs Handy gibt es hier: http://reader.kaywa.com/getit

Eine gute Zusammenfassung zum QR-Code gibt es übrigens bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/QR_Code

Kommentar von Wolfgang, geschrieben am 16.9.2009.

Ich lese hier das erste Mal vom QR-Code. Eine recht interessanter Ansatz für mobile Websites. Wie ich aber sehe ist der Artikel schon etwas älter. Scheinbar ist bis heute nicht allzu viel passiert oder zumindest mir nix dergleichen unter gekommen. Trotzdem Dank für den Beitrag! Ich weiß jetzt endlich warum mein Handy einen Barcodescanner hat und wie man den nutzen könnte wink War mir bis heute schleierhaft was das Code lesen unter Office>Barcode>soll…
Habe mal mit dem Link meines Vorredners einen QR Code generiert und dann direkt vom Bildschirm gescannt. Klappt ja wunderbar grin

Kommentar von Dietmar, geschrieben am 22.4.2010.

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