Urheber 2.0: Jeder Nutzer ein Pirat?

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In jedem Kinderzimmer steht ein Filmkopierwerk, auf jedem Schreibtisch eine Plattenpresse, und das Internet ist ein riesiger Piratenmarkt für kostbare Kreativ-Inhalte. So sieht es die Entertainment-Industrie und versucht mit immer neuen Maßnahmen, Raubkopien zu bekämpfen - bisher wenig erfolgreich.


Mit dem Urheberrecht können aber nicht nur Tauschbörsen-Nutzer in Konflikt geraten, sondern auch all jene, die sich im Netz kreativ betätigen: Wenn die Grenzen zwischen öffentlich und privat verschwimmen, wenn Konsumenten selbst Medienproduzenten werden, kann plötzlich das private Karaoke-Video im Web rechtliche Folgen haben.


Muss das Urheberrecht endlich im Netz schärfer durchgesetzt werden - oder müssen eher die Gesetze der digitalen Realität angepasst werden?


Im Kontext: Urheber 2.0: Was tun, wenn keiner kauft? und: vollständige Interviews mit Thomas Hoeren, Josh Wattles und Danny O’Brien.

Mitwirkende: Johannes Kreidler, Jürgen Brandhorst, Markus Beckedahl, Christine Ehlers, Dieter Gorny, Günter Krings, Thomas Hoeren, Josh Wattles, Danny O’Brian; Autoren: Mario Sixtus, Fiete Stegers; Mitarbeit: Janko Röttgers, Julius Endert; Kamera: Iris Jungels, Eddie Codel, Matthew Williams; Schnitt: Boris Kantzow, Andreas Simon; Sprecher: Petra Bröcker, Torsten Altenhöner; Zeichnungen: Johannes “Beetlebum” Kretzschmar; Studio-Konstruktion: Axel Ganz; Titelmusik: Mario Sixtus; Musik: Antony Raijekov, Xcyril, Real Rice, Matthew Tyas; Bildmaterial: Internet Archive, Prelinger Archive; Redaktion ZDF: Bernhard Fritsch, Peter Wagner; Produktion: Blinkenlichten Produktionen im Auftrag des ZDF in Zusammenarbeit mit Handelsblatt.com; (c) 2008 ZDF, (cc) by-nc-sa

12.12.2008 | Link/Einbetten | Kommentare [31] | Versenden | Bookmark:      

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Kommentare:

Sehr schöne Folge. Wichtiges Thema und gute Experten, die sehr schön geschnitten wurden. Ich bewundere ja, dass ihr wirklich zu allen Aussagen so gutes Archivmaterial für den Hintergrund raussucht. Deswegen auch ein grosses Lob an die Archivare.

Kommentar von Stephan Fritsch, geschrieben am 12.12.2008.

Ich möchte auch an dieser Stelle vollkommen unbeirrt die Bitte loswerden, doch zukünftig auf das deutsche Übersprechen fremdsprachiger Interview-Inhalte zu verzichten.

Danke für Ihre Aufmerksamkeit.

Kommentar von Paule, geschrieben am 12.12.2008.

Ich schließe mich meinen Vorrednern an: interessante, informative und schöne Folge. Freue mich (jetzt wieder) auf die nächste.
Aber wirklich, wirklich, bitte, bitte, wieder untertiteln.

Und was ist eigentlich Web 2.0?

Kommentar von seul, geschrieben am 12.12.2008.

IMHO mit die beste Folge, die bisher unter dem Label El.Rep erschienen ist. Sehr interessante Aussage von dem Richter. Weiter so!

Kommentar von L1belle, geschrieben am 12.12.2008.

Wieder einmal ein sehr gelungenes Video, nur schade das in den Kommentaren immer noch nicht beantwortet wurde warum "Was ist eigentlich Web 2.0" nicht mehr drinnen ist!

Gehört der Kontakt zur Community beim ZDF nicht mehr dazu...wie gesagt die Videos sind noch gewohnt gut aber das finde ich ziemlich sch...ade

Kommentar von Phil, geschrieben am 12.12.2008.

Eine sehr sehr schöne Folge! Mit eine der Besten! Freu mich schon auf die Fortsetzung!

Die Studenten-Geschichte war übrigens so treffend und witzig erzählt. Schön.

Kommentar von Johannes, geschrieben am 12.12.2008.

Interessante Folge wie immer... Und schöne Krawatte *g*

Kommentar von Samuel, geschrieben am 12.12.2008.

Wie jetzt keiner hat eine Antwort?!

Eine Möglichkeit versuchen wir gerade in die Realität umzusetzen!
Schaut sie Euch an und lasst mich wissen was Ihr davon haltet.
http://ml1208.sellyourrights.com/

Jeder ist ein Musikbefreier und kein Pirat!!!

Kommentar von Björn Braun, geschrieben am 12.12.2008.

Tja, das Problem ist wohl ein kernproblem unserer Gesellschaft:
Die Lobby hat in unserer "Demokratie" mehr zu sagen als das Souverän... traurig aber wahr.

Super Folge, weiter so!!!

Kommentar von Sebastian Bartsch, geschrieben am 12.12.2008.

Sehr gelungene Folge. Zumal der Elektrische Reporter selbst ein Paradebeispiel für die Großartigkeit freier Lizenzen ist mit all den Videos aus dem Prelinger Archive.

Kommentar von Simon Columbus, geschrieben am 12.12.2008.

Ich denke, dass die fairen, legalen Angebote sich zur Zeit positionieren, die MP3-Musik-Flatrate hat es vorgemacht und die Film-Flatrate nachgemacht. Denke dass sich die Musikindustrie eher an die Gewohnheiten der User anpassen sollte. Das tut sie seit etwa zwei Jahren, vorher gab es ja noch kein DRM. Das DRM wurde bei den Anbietern gelockert, man möchte halt eine CD auch brennen können und nicht nur am PC abspielen.

Kommentar von flatrate, geschrieben am 12.12.2008.

Klasse Video.

Was fehlt ist die Möglichkeit, das Video im eigenen Blog einbinden zu können.

Auch das ist eine Sinnlose technische Maßnahme (hier wohl mit dem Ziel, Besucher auf die Site zu bekommen).

Schade, hätte es gerne bei mir dringehabt.

Kommentar von Stefan Waidele, geschrieben am 12.12.2008.

Alles klar! Sorry...

Habs gefunden. Ich hatte rund ums Video selbst bzw. direkt in der Videosteuerung nach dem Code für Einbetten gesucht. (YouTube-Konditionierung :)

Dass der Link da unten versteckt ist, entging mir. Ich nehme mein Gemeckere von oben hiermit zurück, entschuldige mich für die schweren Vorwürfe und gelobe nächstes Mal zuerst die Suchfunktion meines Browsers zu benutzen, bevor ich das Fehlen einer Funktion bemägle :)

Kommentar von Stefan Waidele, geschrieben am 12.12.2008.

hut ab, eine äußerst gelungene folge!

Kommentar von r0ssi, geschrieben am 12.12.2008.

Erstklassige Folge.

Wenn ihr so weitermacht, seit ihr vielleicht bald im ZDF-Hauptprogramm und auch die letzten Mitbürger die nicht mit dem internet aufgewachsne sind begreifen, dass das derzeitige Urheberrecht genauso überholt ist wie dasmals das Scheidungsverbot :).

Ich finde das Übersprechen englischer textbeiträge völlig okay. Ich vertraue auf eure sorgfältige Übersetzung.

Ich hoffe nächste Sendung kommen wirklich die besten Beispiele von Leuten, die wirklich mit Alternativen Vertriebsmodellen ihren ganzen lebensunterhalt verdienen können. Magnatune, die Indiegames mit Direktvertrieb im Netz (Braid, World of Goo), und vor allem Sachen die selbst ein nerd wie ich noch nicht kennt zur Horizonterweiterung.

Mir hat besonders gefallen, dass ihr die logischste skeptische Position gegenüber dem Status Quo eingenommen habt und ohen Polemik den Zuschauer selber ekennen lasst, dass dasd Urheberrecht reformiert werden muss.

Aber komisch fand ich shcon, dass der eine Kunde sagte, es gebe keine Verbraucherschutzorgas für Remixer etc. und dann einer von der EFF interviewt wurde.
Denn genu das ist die EFF. In Europa gibt es die ja auch, die Open Rights Group in GB gehört ja auch dazu.
Und die piratenparteien setzen sich ja auch dafür ein. Bitte erwähnt diese Orgas nächste Woche, damit die Unkundigen wissen, dass es da durchaus einige Intressensverbände gibt.

Kommentar von Geheim, geschrieben am 12.12.2008.

Sehr guter Beitrag. Den Vergleich mit dem strafbaren Ehebruch fand ich klasse.

Kommentar von Horst Schulte, geschrieben am 13.12.2008.

So. Erstmal Sorry für meine bisherige Sendepause. Die letzten Wochen gestalteten sich dermaßen ausnahmezustandig, dass mir ernsthaft die halbe Stunde gefehlt hat, um hier die ganzen Kommentare zu lesen und zu beantworten. Daher nun eine kleine Sammelantwort:

- Zu Siggis letzten Worten und Torstens "Was ist Web 2.0": Das neue Format ist genau zehn Minuten lang und "genau" heißt beim Fernsehen "genau" und nicht "so in etwa". Ca. 30 Sekunden Web2.0 und etwa eine Minute Siggi hätte schlicht bedeutet, dass wir für den Hauptbeitrag 15 Prozent weniger Zeit gehabt hätten. Daher haben wir notgedrungen und unter Tränen die beiden vor die Tür gesetzt. (Wir sind aber immer noch befreundet :-))

- Zu den eingedeutschten Interviews: Dieser Voiceover-Krams ist leider Fernseh-Konvention. Daran können wir nichts ändern. Eine untertitelte Variante nur fürs Web zu produzieren, kommt ebenfalls nicht in Frage. Dafür fehlen uns die Kapazitäten in unserem kleinen Team. Aber wir haben so etwas ähnliches wie eine Lösung auf dem Planungzettel (siehe nächsten Punkt).

- In Sachen längere Interviews: Der El Rep ist kein reines Interview-Format mehr, daher wird es keine 20-minütigen Interviews mit klugen Menschen mehr geben. Aaaaber: Wir sprechen gerade mit dem ZDF um eine Möglichkeit zu finden, neben der Hauptsendung auch einzelne Interviews in (fast) vollständiger Länge im Web zu veröffentlichen. Ich bin sehr optimistisch, dass wir die Dinger, quasi als Serien-Ableger, bald ins Netz heben können. Momentan mangelt es nicht am Willen, sondern an der Kapazität (s.o.). Ach so: Diese Interviews werden wir dann nicht voiceovern, sondern untertiteln (s.o.).

- Zur generellen Kritik an Form und Inhalt der relauchten Serie: Der Elektrische Reporter sieht jetzt zu 95 Prozent so aus, wie ich ihn haben wollte (fünf Prozent waren Zugeständnisse). Weder das ZDF, noch das Handelsblatt oder sonstwer haben mir bei der Formatentwicklung sonderlich 'reingeredet. Der Wunsch nach Veränderung kam einzig und allein von mir und zwar aus zweierlei Gründen:

1) Nach knapp zwei Jahren konnte ich das Ding einfach nicht mehr sehen und hatte obendrein die Schnazue davon voll, als Ein-Mann-Redaktions-Kamera-Schnitt-Team durch die Gegend zu gondeln. Das schlaucht nämlich ganz schön. Die Optionen hießen also nicht "verändern oder so lassen", sondern "verändern oder ganz sein lassen". Den alten El Rep hätte ich eh nicht mehr lange gemacht, mache ich halt einen neuen.

2) Die erste Inkarnation des El Rep hat primär Leute bedient, die bereits sehr tief in dieses ganzen Netz-Zeugs eingetaucht sind. Es ist einerseits natürlich ganz nett, ein Publikum zu haben, dem man Netzneutralität oder Open-ID nicht mehr erklären muss, andererseits hat es etwas von "Predigen für die Bekehrten". Kurz: 99,87 Prozent der Bevölkerung ist es ziemlich am Arsch vorbeigegangen, was ich hier veranstaltet habe, weil sie es schlicht nicht verstanden haben.

Als Journalist war mir aber schon immer das Erklären und Aufklären wichtiger, als mich mit Gleichgesinnten über Fachkrams zu unterhalten, daher habe ich beispielsweise auch immer sehr gerne für Zeitungen geschrieben, die nicht unbedingt das Netz-affinste Publikum haben (Frankfurter Rundschau, Focus, Handelsblatt, etc.) Menschen, die noch nicht so tief ins Netz getaucht sind und bisweilen noch ein wenig planlos durchs Web klicken, dieses Netzkultur-Degöns ein wenig näher zu bringen, erscheint mir eine herausforderndere Aufgabe zu sein, als, mit Verlaub, Nerds neues Linkfutter zu liefern.

Und an alle, die hier in den "ich habe den Elektrischen Reporter schon gekannt, als er noch in kleinen, finnischen Clubs gebloggt hat, damals war er cool, aber jetzt ist er ja mainstream und scheiße geworden"-Chor eingestimmt sind: Geht woanders spielen. Das hier ist mein Ding. Machts Euch doch selbst!

So. Und jetzt verschwinde ich wieder in der Produktionshölle. Bis bald. Winkewinke!

Kommentar von Mario Sixtus, geschrieben am 13.12.2008.

Interessante Folge mit gutem Thema. Das Problem der Kopiererei wird sich aus Sicht der Rechteinhaber kaum lösen lassen, wird sich aber auf seine Weise zum Teil von alleine erledigen. Wenn sich die geschaffenen Werke nicht mehr monetarisieren lassen, werden sie eben ganz einfach irgendwann nicht mehr produziert.

Kommentar von Heike, geschrieben am 14.12.2008.

1+

freu mich schon auf die naechste forlge.

Kommentar von MasterOfDesaster, geschrieben am 15.12.2008.

Vielleicht gibt es keine explizite Lobby für die Nutzer von neuen Median, dafür aber eine Partei, die sich eine Neuordnung des Urheberrechts auf ihre Fahnen geschrieben hat.

Gab sogar mal eine Folge des elektrischen Reporters mit dem damaligen Bundesvorsitzenden.

Abgesehen davon: Sehr schöne Folge, die ich gerne weiterverbreiten werde. Ein Hoch auf die cc. :)

Kommentar von Christian Hufgard, geschrieben am 15.12.2008.

Unfassbar, wie altbacken und mit Scheuklappen bestückt die Gegner freien Zugangs argumentieren: Das habe man schon immer gemacht und man könne doch nicht Inhalte kostenlos anbieten. Sollte man nicht Google und Yahoo verklagen, weil deren email-Accounts auch gratis sind?
Anstatt die Chance zu ergreifen und nach neuen und vor allen Dingen lukrativen Möglichkeiten im Web zu suchen, verkrampft sich die Musikindustrie auf alte Geschäftsmodelle. Geld im Internet zu machen, vor allen Dingen mit Content scheint anscheinend nur für sie ein Problem :)

Kommentar von andrej, geschrieben am 16.12.2008.

Dieser Piraterie können eben keine Grenzen gesetzt werden - eingeleitete Maßnahmen bewirken immer nur neuen Umwege und Tricks. Man sollte unbedingt neue Abrechnungsmodell für die produzierende Musikbranche finden.

Kommentar von Britta Stahl, geschrieben am 18.12.2008.

sehr geil gemacht. jede folge sehenswert!

zum urheberrecht kann ich noch folgende interessante these beifügen.
mittlerweile werden stimmen laut, die davon sprechen (frauenhofer institut, m.i.t.) das wir zukünftig auch unsere produkte wie geschirr und brillengestelle oder stühle einfach als datenkonstrukten aus dem internet laden können und dann in unserer "home-fabrik" produzieren. derzeit gibt es hierfür schon zwei bewegungen: open source- die ihre daten frei zur verfügung stellen, oder pay per byte. danach können diese datenkonstrukte per lasersinter-systemen zu 3dimensionalen konstrukten aufgebaut werden indem sie "gedruckt" werden. wenn also heute der verbraucherschutz sich nur für anfassbares interessiert wird er in 5-10 jahren schwitzen...

auf unserem blog gibt es einen bericht zum lasersintern: http://blogcast.graustich.com/detailanischt/gube/2007/dezember/artikel/lasersintern-zum-zuschauen.html
lg.

Kommentar von rene götzenbrugger, geschrieben am 18.12.2008.

Tolle Folge, die die Widersprüche des Urheberrechts und die Es-war-schon-immer-so-Haltung der Urheberrechtsverfechter auf den Punkt bringt. Um den besten Mittelweg zu bestimmen, finde ich es gut, dass es Mahner gibt. Schade nur, dass die sich oft noch ein "Ab" davor hängen.

Kommentar von Thomas/Advisign, geschrieben am 19.12.2008.

den unterschied zwischen einer kollage an der tafel und einer vö bei youtube sollte man sehen, oder?

Kommentar von jimbo jones, geschrieben am 21.12.2008.

@jimbo jones
Erkläre das mal den Kindern und Jugendlichen von heute.
Als ich klein war, haben wir nicht auf das Urheberrecht geachtet und zeigten allen Freunden stolz unsere Poster, Bilder und Collagen (zudem tauschten Musik, machten Mixtapes, etc.).
Dasselbe tun die Kinder heute auch. Mit dem Unterschied, dass sich die Kommunikationsmittel verändert haben und öffentlicher sind.

Nun kannst Du entweder versuchen ihnen zu verbieten das Internet zu nutzen oder ihnen das Urheberrecht beibringen. M.E. sind beide zum Scheitern verurteilte Unterfangen.
Klug wäre jetzt das Recht den geänderten Zeiten anzupassen. Doof ist, dass die Personen, die Einfluss darauf haben die Welt bloß mit Erwachsenenaugen sehen. Bisschen „Kinder an die Macht“ wäre da nicht schlecht.

Kommentar von Thomas/Advisign, geschrieben am 21.12.2008.

Packender Inhalt vs. Verstörende Form

Sehr geehrter Herr Sixtus,

Ich weiss nicht, ob es eine Forderung des ZDF war mit Musik, Animationen und Sprechern eine Magazinathmosphäre zu imitieren, es ist jedoch sehr schade, dass damit die einst so packende weil authentische Interviewform früherer Beiträge zerstört wurde.
Die jetzige Komposition ist für mich zu irritierend, zu effekthaischend und stört die Rezeption des doch so sorgfältig zusammengetragenen Inhalts. Obwohl ich das Plus an Information durch die Einspielungen schätze, wirkt es nun insgesamt weniger klar, weniger objektiv und damit leider auch weniger glaubwürdig.

Mit freundlichem Gruß, Thomas Ludwig

Kommentar von Thomas, geschrieben am 25.12.2008.

In Hessen werden Abituraufgaben (siehe Bildungswirt) aus dem Netz genommen, weil mit Urheberrechten argumentiert werden. Schüler sollen sich mit der BDI Kampagne "Ideenliebe" zu rechtschaffenden Internetnutzern wandeln - dagegen ist dieser Beitrag eine Wohltat und ich danke für die Anregung zum Thema "Geistiges Eigentum".

Kommentar von frankmackay, geschrieben am 26.12.2008.

Hi Melli,

schön, dass du den Betriff "Kulturflatrate" gleich relativiert hast auf Musik-Flat. Online beziehbares Material ist sicher auch ein Teil Kultur, aber eben nur ein Teil. Bei einer Kulturflatrate sollten meiner Meinung nach auch Kino-, Museems- und Operbesuche mit enthalten sein.

Eine Onlinekultur-Flat bzw. eine Internetpauschale ist eine durchaus interessante Erweiterung der Pauschalabgaben auf Leermedien und wäre ein Zugeständnis der Musikindustrie an die Realität, dass sie Onlinekopien genauso wenig reglementieren können, wie Privatkopien offline.

Dabei würden dann aber kleine Künstler genauso auf der Strecke bleiben wie bei den bisherigen Abgaben, die von der GEMA verwaltet werden. Und auch wie jetzt bei der GEMA würde der größte Teil nicht bei den Kunstschaffenden, sondern bei den Kunstvermarktenden hängen bleiben.

Kommentar von Christian Hufgard, geschrieben am 11.1.2009.

Die sollen sich mal nicht so anstellen, offensichtlich verdienen sie ja noch genug, außerdem ist die Sache doch nur halb so wild wie sie dargestellt wird. Wer brennt, kauft trotzdem noch Originale ... wenn sie gut sind!

Kommentar von freak, geschrieben am 11.1.2009.

Sehr guter Bericht! Es wird Zeit das der Diskussion auch endlich Taten folgen. Die Aktion von Johannes Kreidler ist auf jeden Fall ein guter Weg "dem System den Spiegel vor zu halten". Wir veröffentlichen selbst Musik unter Creative Commons Lizenz und uns sind bereits Fälle von anderen CC-Lünstlern bekannt welche von der GEMA belangt werden sollten, so kann es auf jeden Fall nicht weiter gehen.

Kommentar von Mururoar, geschrieben am 28.2.2009.

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