Digitale Entmündigung: Was Dir gehört, gehört Dir nicht

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Für Apples iPhone gibt es Unmengen nützlicher Zusatzprogramme, geschrieben von Profi- und Hobby-Programmierern in aller Welt. Aber welche die Kunden letztlich auf ihrem Telefon installieren dürfen, entscheiden nicht sie, sondern Apple. Passt dem Hersteller ein Programm nicht, bekommt es keine Zulassung fürs iPhone. „Für die Sicherheit der Kunden”, argumentiert Apple. „Zur Sicherung von Apples Geschäftsinteressen”, meinen Kritiker, denen solche geschlossenen Systeme ein Dorn im Auge sind.


Das iPhone ist längst nicht das einzige digitale Gerät, bei dem der Hersteller sich Kontrollfunktionen einräumt - auch nach dem Verkauf, auch aus der Ferne. Besitzer von Amazons E-Book-Lesegerät “Kindle” erlebten, wie ihnen die Firma ein elektronisches Buch aus dem Speicher löschte, obwohl sie es ganz legal erworben hatten. Die Nutzer glauben also nur, sie hätten die komplette Verfügungsgewalt über ihre Geräte oder den den darauf laufenden Programmen und gespeicherten Inhalten. In Wirklichkeit bestimmen die Hersteller, was sie damit machen dürfen und was nicht.


Kritiker warnen deshalb vor einer digitalen Entmündigung der Verbraucher. Und manche befürchten das verheerende Ende der kreativen Computer-Tüftel-Kultur, wenn Basteleien nur noch mit dem Segen des Herstellers möglich sind.


Neue Folgen des Elektrischen Reporters gibt es wieder ab dem 08.01.2010. Das El-Rep-Team wünscht allerseits schöne Feiertage!


Mitwirkende: Rüdiger Weis, Ed Felten, Oliver Kretzschmar, Jon Johansen, Markus Breuer; Autoren: Fiete Stegers, Mario Sixtus; Mitarbeit: Janko Röttgers; Kamera: Iris Jungels, Eddie Codel, Julius Endert; Schnitt: Dominic Kennedy, Arne Bönninghoff; Sprecher: Petra Bröcker, Torsten Altenhöner; Zeichnungen: Johannes “Beetlebum” Kretzschmar; Bildredaktion: Theresa Schwär; Studio-Konstruktion: Axel Ganz; Titelmusik: Mario Sixtus; Musik: Miguel Herrero, Walter Well, Likantropika,GeradorZero, DJ Answer; Bildmaterial: Internet Archive, Prelinger Archive; Redaktion ZDF: Bernhard Fritsch, Peter Wagner; Produktion: Blinkenlichten Produktionen im Auftrag des ZDF in Zusammenarbeit mit Handelsblatt.com; (c) 2009 ZDF, (cc) by-nc-sa

13.11.2009 | Link/Einbetten | Kommentare [57] | Versenden | Bookmark:      

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Kommentare:

Das hatte nicht zufällig was mit dem USA Besuch zu tun, oder?

Kommentar von Mario Theodoridis, geschrieben am 13.11.2009.

Hallo Mario,

sehr gut gemacht! Schon vor einiger Zeit hatte ich hier über Apples unsägliche Geschäftspolitik geschrieben.

Aus gegebenem Anlass veröffentliche ich in meinem Blog noch einmal den Beitrag “Endlich sicher?” über Trusted Computing, der 2004 in der ZEIT erschienen ist (Ausgabe 20/2004). Denn als ich Euer Video gesehen habe, ist mir aufgefallen, wie aktuell er noch ist:

Endlich sicher?
Fast jede Woche gibt es neue Nachrichten über Würmer und Viren. Trusted Computing soll den PC besser gegen solche Angriffe schützen – aber es wird auch den Nutzer entmündigen.
http://immateriblog.de/?p=1119

Kommentar von Matthias Spielkamp, geschrieben am 13.11.2009.

Guter Beitrag Danke smile
Werde ihn weiterempfehlen.

Kommentar von cob, geschrieben am 13.11.2009.

blödsinn der bericht... ich fühle mich in der BRD genauso entmündigt wie in der DDR! wenn man mal sieht das deutschland auf platz 22 steht in der internationalen bewertung, bei der die politische teilhabe am öffentlichen leben eine grosse rolle spielt. ignoranz, machtgier und der verblendstechniken der deutschen politiker sind mir zu wieder. ein schäuble, der am liebsten das gesamte internet kontrollieren möchte.

da lob ich mir doch ein sehr kreativer mensch, von dem die ideen schon des öffteren geklaut wurden, dass er seine erfindungen schützt, um nun auch mal daran die kohle zu machen. die alleinherrschaftswünsche von M$ ist mir da eher zuwieder. da hat apple sich doch in der geschichte wesendlich ehrlicher verhalten. nun hat apple es geschafft auch guten umsatz zu machen und schon stehen die neider an deck... was wäre die welt wenn jobs das iphone nicht erfunden hätte - nokia die sich am markt wesentlich rotziger benehmen...

Kommentar von migger, geschrieben am 13.11.2009.

Apple baut super Geräte - Aber wegen ihrer restriktiven Politik kommen sie für mich (und sicherlich viele Andere) einfach nicht in Frage.
Schon der iTunes-Zwang ist ein Argument für mich die finger von den Kisten zu lassen - Mal davon abgesehen dass Apple auch noch meint vorschreiben zu müssen an wievielen Rechnern ich mein iPhone anmelden darf...Richtig lustig wird es für Nutzer dann wenn sie auf ihren mehreren Rechnern dann auch noch verschiedene OS benutzen. Hat schonmal jemand versucht sich eine CD von einem Album zu brennen dass er legal bei iTunes erworben hat? Viel Spaß....
Und das ist kein Apple-Bashing. Wie gesagt, sie bauen Super Geräte - Wenn Sie jetzt noch dem Nutzer erlauben würden die Möglichkeiten und Resourcen dieser zu nutzen OHNE dass ich dafür einen Hack brauche bin ich an Bord. Bis dahin lieber Flexible Geräte mit weniger SchnickSchnack, Schade, ist aber so IMHO

Kommentar von Koz, geschrieben am 13.11.2009.

"diesen Jahres" *rofl*

Kommentar von Alex, geschrieben am 14.11.2009.

@ Koz ... da sieht man mal mit welcher unwissenheit hier polemisiert wird... wozu gibt es den brennknopf bei itunes? so brenne ich nach erwerb meine cds immer... obwohl eine original cd immer noch besser in der qualität ist. aber es soll auch leute gegeben haben, die versucht haben eine cd mit dem schallplattenspieler abzuspielen. und sich dann beschweren warum sie für die cd extra ein player brauchen... ich nutze apple seit 1989 - also 20 jahre - fühlte mich nie eingeschränkt... aber jeder applestore ist da sehr behilflich - falls man etwas nicht weis wie es geht... ansonsten gibt es auch viele foren, die gerne helfen... eine einschränkung ist mir bisher nie untergekommen...

im übrigen sind die iPhones nur mietkäufe... iphone direkt gekauft und jede simskarte passt... andereseit wird kritisiert das es ein hack benötigt um das mietPhone freier zu nutzen - hacks sind errungenschaften von tüftlern und bastlern - ein wiederspruch... also nicht ärgern wenn das leasingauto auch einschränkungen mit der vertragswerkstatt hat...

preispolitisch halte ich eigentlich nur eine institution in der BRD für ungerecht- erst recht als selbständiger mit mehreren rechnern im büro, für die ich gebühren zahlen muss obwohl sie nur ein werkzeug sind = 600 EUR im Jahr kommen da azusammen - für etwas was ich wärend der arbeit nicht nutze = GEZ - darüber würde das ZDF nie berichten - sontern jeden bericht zensieren... ich habe auch nicht die möglichkeit eigene filme über das zdf unzensiert zu veröffenlichen obwohl es ein staatsfernsehen ist und ich dafür doppelt und dreifach zahle für nur zwei augen die ich habe... es gibt keien chance da raus zu kommen - besonders die androhungen bei nichtzahlen an die GEZ sind interessant

Kommentar von migger, geschrieben am 14.11.2009.

Also wenn man schon das iPhone als Paradebeispil nimme und ein paar Sachen erwähnt die so nicht ganz so richtig sind sollte man wenigsten auch den Jailbreak als wenn auch umständliche Alternative nennen.

Kommentar von aphz, geschrieben am 14.11.2009.

Kompliment für diesen Beitrag!
Und keine Angst, wenn man dafür als Apple-Basher gebrandmarkt wird, denn wie einfach war es denn in der Vergangenkeit, als Feind der Inquisition, Feind des deutschen Reiches, Feind der kommunistischen Partie, Feind der islamischen Republik oder gar pauschal als Terroristenfreund zu gelten, wenn man sich für schlicht und einfach für Freiheit einsetzte oder auf einen dampfenden Haufen zeigte um zu sagen, was das offensichtlich sei?

Irgendwie ist das mittlerweile auch schon eine Adelung, wenn einem das Gegenüber mangels Argumente in so eine Lade schiebt.

Weiter so für freie Gedanken ohne Plafond und ohne Schere im Kopf!

Kommentar von liberdyne, geschrieben am 15.11.2009.

Man sollte immer daran denken das der Nutzer es sich aussuchen kann was er kauft, nicht kauft, benutzt oder verkauft. Wenn ich zum Apple iPhone, zur Sony Playstation, MS Xbox oder Nintendo Wii einwandere werde ich dort nicht eingemauert sondern kann paralel andere Systeme nutzen oder die erworbenen geräter jederzeit verkaufen/in die Tonne treten.

Mit meinem Super NES spiele ich heute noch... das ist doch nichts schlechtes... Schlecht wäre es wenn es die anderen Möglichkeiten nicht gäbe, doch in meinen Augen ist es er so das der gegenpool gegenüber der verschiedenen Cloud Computing Ideen (Dinge wie OnLive bei den Spielen, die ganzen Remore Programme die bei Apple, MS und Google möglich sind/sein werden), bei denen man als User vollständig vor der Programiertechnischen Tür steht, im Opensource Bereich stetig wachsende Qualität auf allen Sektoren gibt.

Kommentar von Michael Matzat, geschrieben am 15.11.2009.

Oha, rechtschreibfehler party, is spät, sorry.

Kommentar von Michael Matzat, geschrieben am 15.11.2009.

ich hatte ein 3G Iphone und habe die Software upgedated. böser Fehler! wenn einmal die neue Version drauf ist, gibt es keinen Weg zurück. DA wird der Kunde entmündigt. das ist doch mein gerät, wie können die mir vorscheiben welche software ich aufspiele. das machen die doch nur um möglichst viele gerät unbrauchbar zu machen, damit möglichst viele doch zu diesem T-Mobil verein gehen...
schade das die so eine merkwürdige politik fahren. die könnten ein vielfaches an geräten verkaufen!

Kommentar von Frank, geschrieben am 15.11.2009.

@migger

"@ Koz ... da sieht man mal mit welcher unwissenheit hier polemisiert wird... wozu gibt es den brennknopf bei itunes?"

Aha, wittert da jemand Majestätsbeleidigung? Der Brennknopf mag auf einem Mac super funktionieren, aber bei z.B. einem Vista-Laptop und einem Album mit DRM musst du durch mehr Ringe springen als du zählen kannst und wenn du pech hast wird trotzdem nichts draus.
Und ja ich weiß das Vista Schrott ist - ich musste mich mit genug von den Kisten in den letzten Jahren rumquälen - denn der Durchschnittsuser kauft sich so eine bei Mediamarkt - und nicht ein 3 mal so teures MacBook (auch wenn er davon mehr hätte).
Ich benutze übrigens Pc mit Win und Linux, hatte aber auch schon nen G3,G4 und ein MacBook.
Und das geht so seit 1993. Und sorry, die Wahrheit ist nunmal dass Apple-Produkte sich untereinander gut verstehen aber das wars auch. Schau dir mal ein beliebeiges "PC und iPhone/iPod" Forum an.
Da kannst du gefühlte 10 Bildschirmkilometer über die tolle usability von Apple lesen - wenn man nicht ausschließlich Applehardware benuzt.
Mit Fanboy.Attitüden kommen wir hier nicht weiter!
Aber dein Beissreflex zeigt ja woran es liegt - Wer Apple nicht in alle Himmel lobt kann nur einer von der bösen MS Konkurenz, oder jemand der Versucht CDs mit dem Plattenspieler zu benutzen sein, huh?

"im übrigen sind die iPhones nur mietkäufe"

Lol ich frage mich wer von uns hier keine Ahnung hat....

Kommentar von Koz, geschrieben am 16.11.2009.

Es geht hier doch nicht um die Debatte Mac vs Pc vs Linux sondern um das iPhone und Kindel und die mit ihnen verbundenen Zensurmassnahmen.
Bleibt doch bei dem Thema und zofft euch hier nicht um glaubensfragen die nichts mit dem Thema zutun haben und obendrein nur bedingt durch Wissen untermauert sind. (so ist iTunes zum Beispiel seit Anfang des Jahres DRM frei, willkommen in der Gegenwart)
Ich verhandele hier doch auch nicht das ich nie ein SmartPhone kaufen würde weil mir die Dinger Persönlich allesamt zu groß sind. Nur weil das auch bedeutet das mir das iPhone zu groß ist passt es noch lange nicht zum Thema.

Kommentar von Michael Matzat, geschrieben am 16.11.2009.

@Matzat: nur dass der bericht nicht das iPhone angreift sondern das unternehmen und es vergleicht mit unrechtsstaaten - was vollkommen übertrieben ist - erst recht wenn der sender im glashaus sitzt! die zensur stelle ich damit in frage - google filtert alle porneseiten, kinderschänder und listet sie nicht auf - diese zensur ist mir recht. ich weis, dass apple da nicht mit macht und das iphone nicht so gerne in dieser umgebung sieht - aber die pornographen können sich ja persönlich bei apple beschweren - die brauchen doch kein anwalt aus den öffentlich rechtlichen fernsehen und diesen peinliche DDR vergleich... oder soll das satire sein?

genau - jailbreak war nach 2 wochen auf den markt -> von bastlern und tüftlern... einfach jailbreak bei google eingeben...

22 jahre applefan ist übrigens nichts schlimmes -> auch keine glaubensfrage sondern tiefe überzeugung...
bin allerdings auch von debian und ubuntu mehr als überzeugt... unix sowieso als programmierer - daher weis ich auch dass ein osx sich nicht nur zu sich selbst kompatibel ist.. ansonsten startete eueren mac einfach mit gedrückter s-taste und die welt öffnet sich in bekannter unix umgebung.

damit passiert einem so etwas nicht: http://mediathek.daserste.de/daserste/servlet/content/3352542?pageId=487890&moduleId=428628&categoryId;=&goto=1&show;=

Kommentar von migger, geschrieben am 16.11.2009.

Na, das iPhone unterliegt nunmal Apple, also spricht man da natürlich auch von der Politik des Unternehmens. Ich sehe die Notebook und Desktopserien hier allerdings nicht in Frage gestellt, des zu tun wäre auch unsinnig... mal davon abgesehen das man auf den Unix Code von OSX zugreifen kann ist es hier mit Apples Unterstützung (Bootcamp) möglich andere Betriebsystem zu installieren. - Also das was der Bericht einfordert. Ich traue den verantwortlichen für diese Sendung

Ich sitze hier auch an einem iMac und bin überzeugt von dem Gerät, aber deswegen muss ich nicht reflexartig aufschreien wenn im Zusammenhang mit einem Apple Produkt negative berichtet wird. (genau so wie ich als jemand der nicht von "Apple" überzeugt ist bei jeder Gelegenheit eine Hexenjagd aufrufen muss)

Kommentar von Michael Matzat, geschrieben am 16.11.2009.

es geht nicht um "reflexartig aufschreien wenn im Zusammenhang mit einem Apple Produkt" - dass ist mir egal (und apple ist mächtig genug um es selbst zu klären) - es geht um den vergleich... erst recht für die, die ein unrechtsstaat erlebt haben. zensur ist nicht gleich unrechtsstaat. ich fühle mich in diesem land auch nicht unbedingt als entmündigter bürger (nur an der wahlurne ist mir zu wenig)

GEZ ist z.B. eine entmündigung = einspruch nicht möglich! nur das wegwerfen des radio und fernsehers - auch wenn ich nur privatsender schauen will die GEZ steht vor der tür - einen computer darf ich auch nicht haben - ich muss also zahlen - für jedes gerät. soviel zur zensur und entmündigung = glashaus...

Hinweis:
ich besitze kein IPhone trotz überzeugung der technik im iPhone = will es mir einfach nicht leisten = soviel zur überzeugung - aber es macht spass auch einfach nur innovationen mitzuerleben - das iPhone selbst brauche ich nicht. aber ich installiere auf vielen systemen itunes und Iphoneapps professionell als dienstleister - an dieser stelle beginnt für mich aber spielkram - wenn ich manche wünsche meiner kollegen höre wink

Kommentar von migger, geschrieben am 16.11.2009.

Ich halte Rundfunkgebühren für eine gute Sache. Probleme gibt's da mit Sicherheit (Wieso müssen Schulen und Arbeitgeber zahlen? Mehr und weniger vorhandener Einfluss der Politik auf einige Inhalte.), aber unterm Strich ists ne super Sache. - Du musst nur bedenken wie wenig du schauen musst um einen Gegenwert für dein Geld zu erhalten. Ob es jetzt der ElRep, Zeiglers Wunderbare Welt des Fußballs oder Dittsche ist.

Volker Pispers hat in seinem Programm mal aufgerechnet das wir zuunrecht über unsere Steuern Jammern. "Ich arbeite das haaaalbe Jahr für den Staat" - "Ja, haben sie das arme Schwein für das sie da Arbeiten mal getroffen? Gugen sie in den Spiegel, dann sehn sieh es!" ..das lief dann z.b. darauf hinaus das Theater zum Beispiel pro sitz so stark bezuschusst wird das du die Kohle wieder raushättest wenn du nur zwei mal im Monat ins Theater gehen würdest.

Kommentar von Michael Matzat, geschrieben am 16.11.2009.

genau - ich hab auch nichts gegen die öffentlichen sender - es geht um die eintreibung der gelder und das mitspracherecht der verwendung - um die politische mündigkeit - die sender jammern aber- obwohl sie mit der kirche zu den reichesten institutionen deutschlands gehören (hmm da hab ich irgenwo eine studie - finde ich aber gerade nicht). die GEZ beschäftigt 800 leute mit einem hohen werbeetat - davon träumt manches unternehmen...

dazu ist auch zu sehen, das kerner, gottschalk, beckmann alles privatunternehmen sind. zu den gottschalk brüdern gibt es mittlerweile auch eine studien wie dessen marketingeffekte funktionieren und die ö-sender ausgenutzt werden... die ö sender produzieren vieles also schon lange nicht mehr selbst...

welches recht hat aber nun ein öffentlicher gebührensender mit informations- und bildungsauftrag ein unternehmen in einem demokratischen freien land aufgrund eines kleinen eingeschränkten produktes mit einem unrechtsstaat zu vergleichen? das ist heftig!!

gegen steuern ist auch nichts zu sagen - schau ich allerdings 6km weiter über die grenze hier oben nach DK, bin ich ganz neidisch über manche gerechtere verteilung und die transparenz der anwendungen....

Kommentar von migger, geschrieben am 16.11.2009.

Bei Sony und z.B. seiner Playstation Portable ist es ja auch nicht anders. Spätestens seit dem letzten Firmware update ist man an einen Onlinestore geknebelt, muss sich Software (ähnlich ITunes) installieren um an die kostenpflichtige Software zu kommen. Freeware gibt es praktisch nicht und wenn, dann in der Homebrew Szene, die aber konsequent durch Frimwareupdates draußen gehalten wird in dem deren freie (und teilweise wirklich interessante) Programme nicht lauffähig gehalten werden. Das Konzept erinnert an Apple und wie für viele andere ist ein solches geschlossene System für mich ein Killerargument gegen eine Plattform.

Die PSP lässt jedoch noch relativ einfach cracken und mit einer alternativen Firmware ausrüsten, die einen dann vom Mutterschiff entkoppelt und in den freien Raum der Tüftler eintauchen lässt. Spannend.

Kommentar von Torsti, geschrieben am 17.11.2009.

ey, wofür hab ich euren newsletter aboniert, wenn ich trotzdem von neuen veröffentlichungen nichts mitbekomme?

Kommentar von peppone, geschrieben am 18.11.2009.

So wahr! Aber das Problem gibt es eigentlich schon lange bei z.B. Videospielkonsolen, bei denen die Hersteller auch schon immer exzessiv gegen vorgingen. Apple und weitere Unternehmen haben sich das von denen eigentlich nur ab geguckt.
Zumindest kann ich bei Videospielkonsolen am weitesten zurück denken, vlt. gab es davor noch etwas.

Kommentar von iwer, geschrieben am 18.11.2009.

Das iPhone ist für mich eine tolle Erfindung... Nun kann ich mein Leben ohne dieses Wunder gar nicht vorstellen... Was wird uns die Zukunft noch bringen...?

Kommentar von Susanne, geschrieben am 19.11.2009.

Also bei Apple finde ich die Einschränkung der Apps weniger schlimm. Ich möchte gar nicht wissen wie alle aufschreien würden wenn plötzlich Schadsoftware als App durchgeht - und dann Bankdaten oder sonstwas auspäht. Wer würde dann applaudieren das Apple so offen ist?

Die Masche von Amazon war mir so nicht bekannt, aber man sollte alles weniger polemisch sehen und nicht hinter jeder Richtlinie eine Verschwörung wittern.

Kommentar von Enrico, geschrieben am 19.11.2009.

@Enrico
Wieviel Schadsoftware ist denn bei den Firefox-Plugins dabei? Da klappts doch auch, auch ohne großen Bruder im Hintergrund und unkommerziell.

Kommentar von Torsti, geschrieben am 19.11.2009.

Für den Firefox bezahlt aber niemand Geld wink Und gerade in Deutschland herscht diese Mentalität das große Unternehmen sehr polemisch betrachtet werden. Wie gesagt, ich möchte mal sehen was passieren würde wenn plötzlich die Bankdaten oder ähnliches über eine IPhone-app geklaut werden.

Ich will das jetzt nicht unbedingt für absolut richtig erklären, aber man sollte das Ganze deutlich differenzierter betrachten.

Kommentar von Enrico, geschrieben am 19.11.2009.

Das ändert aber nichts an der Zensur nichts. Ein Wörterbuch in dem der Firma nach falsche/unpassende Worte stehen wird dir kaum deine Bankdaten klauen. Ebendso sind Pornografische, Illegale (z.b. der inzwischen mit payed contend versehene C64 Emulator @ iPhone) oder Gewaltverherlichende Inhalte nicht perse mit einem Diebstahl deiner Daten oder gar deines Geldes gleichzusetzen.

Jeder zieht seine Moralgrenze anders, wenn ein Konzern hier die eigenen Meinungen als Maßstab ansetzt wird es immer Kritiker geben die eine Daseinsberechtigung haben. Genau wie du auch "Fanatiker" finden wirst die versuchen mit der Philosophie eins zu werden. Das betrifft ja nicht nur Apple, geh mal in ein Forum für Videospiele/Computerspiele und gug dir an wie die Kinder sich alle Nase lang um XBox vs PC vs PS3 zoffen weil sie ihre "Marke" Supporten und die böse andere Marke schlecht reden müssen.

Kommentar von Michael Matzat, geschrieben am 19.11.2009.

Ich bin sicher kein "Fanatiker" von Apple oder sonstwem (ich besitze lediglich zwei Ipod). Mich stört eben nur diese Darstellung. Wie gesagt, Apple hat den Schaden wenn es Ärger gibt. Dazu kommt sicher noch das Aplle (so wie jedes andere Unternehmen auch) Geld verdienen muss.

Wem das nicht passt der muss letztlich auch keine Produkte besagter Firmen kaufen, man kann durchaus auch mit anderen Herstellern überleben wink

Bei den Spielekonsolen war das doch auch noch nie anders, da geht es eben auch darum Geld zu verdienen - so muss man sich halt alle paar Jahre eine neue Konsole und neue Spiele kaufen - wenn man denn unbedingt damit spielen will. Wem das nicht passt, so what? Der lässt es eben.

Kommentar von Enrico, geschrieben am 20.11.2009.

@ Matzat wieso benutzt du das wort "Fanatiker" im zusammenhang mit einem produkt - was ist mit dir los? wo ist dein problem? erkläre dich mal genauer... entkrampfe dich...

"Fanatismus" kenne ich auch nur in einem zusammengang mit blind drauflosschlagende religionskämpfer oder nazis z.b... die bezeichnung "fanatiker" in zusammenhang mit einem produkt halte ich für übertrieben... es spricht nichts dagegen wenn menschen von innovationen, stars oder technische hilfsmittel im alltag usw. begeistert sind oder auch fans. damit ist deren objektivität und dessen kritisches bewusstsein doch nicht gleich richtung null.

sie freuen sich halt grin

persönliche moralgrenze - naja ? es gibt ja auch noch gesetze

Kommentar von migger, geschrieben am 20.11.2009.

Das macht doch Begeisterung aus, wenn die Fans an einem Produkt weiterbasteln. Ich denke, auch Apple hätte etwas davon.

Kommentar von Patricia, geschrieben am 21.11.2009.

Und ich habe mir schon Gedanken darüber gemacht warum eins meiner Programme auf einmal nicht mehr da war... Da wird Apple wohl die Finger im Spiel gehabt haben !?
Ich weiss nur eins - In der heutigen Zeit beruht doch alles nur noch auf Geld machen. Wenn man als Konsument einfach etwas für sein Geld haben will kann man lange darauf warten. Denn es wird nicht dabei bleiben das es "einfach" wird.

Kommentar von Flug, geschrieben am 23.11.2009.

Das ist aber wirklich eine schöne Polemik geworden, Mario. Ich freue mich, dass ich dafür als Stichwortgeber dienen durfte. wink

Dann wollen wir mal hoffen, dass möglichst viele Käufer von Apple-Produkten, Spielekonsolen oder Autos das sehen und sich eines Besseren belehren lassen. ...

Mir hat das Schlusswort gefallen, dass die größte Gefahr in diesem Umfeld von der Bequemlichkeit der Anwender ausgeht. Ja, genau das ist leider die Wurzel des Problems.

Woran ich nicht so ohne Weiteres glaube, selbst, wenn man mich dafür größtem Zynismus zeihen mag, ist, dass gerade politische Analogien zeigen, dass sich am Ende der Freiheitsdrang der Menschen doch durchsetzt ... Ich denke (befürchte), dass der überwiegenden Mehrheit der Menschen ihre Bequemlichkeit, Sicherheit und ihr materielles Wohlergehen weitaus wichtiges sind als die "Freiheit".

Politisch korrekt ist eine solche Ansicht sicherlich nicht, aber ich glaube nicht, dass die großen Diktaturen, die hier gerne als Beleg für den unbändigen Freiheitsdrang des Menschen angeführt werden, gestürzt worden wären, wenn sie ihren Untertanen nicht zugleich materiellen Mangel oder körperlichen Schaden zugefügt hätten.

Kommentar von Markus Breuer, geschrieben am 25.11.2009.

Das finde ich ja witzig, wie politisch Apple jetzt ist, und Steve Jobs ist der große Weltdiktator?
Die machen Unterhaltungselektronik, und Jeder kann sich für X andere Geräte entscheiden, der Merkt ist groß.

Das ganze untermauert mit merkwürdigen Thesen eines Mr. Felten (Apple verhindert den Fortschritt ??! !), Kunden als Lemminge machen aus Bequemlichkeit alles mit, das dann aber widerlegt wird mit der Geschichte von Compuserve und AOL. Was denn nun?

Das Thema an sich ist ja spannend und sollte auch behandelt werden, aber bitte etwas differenzierter und bitte nicht gleich mit dem Hammer der DDR und den Nazis. So kann ich die Beiträge jedenfalls nicht mehr richtig ernst nehmen.
Gruß
FW

Kommentar von Hector, geschrieben am 27.11.2009.

Naja - legts Apple denn nicht gerade d'rauf an?

- Ca. 40% Marge bei den iPhone Konsumenten abzocken?
- Mitten in der Weltwirtschaftkrise den besten Unternehmensgewinn hinlegen?
- Den Usern alle Daten abverlangen, damit iTunes komplett läuft?
- Den Usern die Rechte an ihrem (z.B. Musik-)Eigentum nehmen?
- iPone App. Entwickler abzocken, indem deren neue Apps geblockt und dann selbst gelauncht werden?
- die Pizzateig-Dehnung-Zweigfinger-Bewegung fürs Zoomen patentieren lassen und für den Rest der Welt sperren?

Alles Gerüchte, die die guten Apfelproduzenten diffamieren sollen?
Lemminge der Welt - schaut doch in den Spiegel und denkt nach!

Kommentar von liberdyne, geschrieben am 29.11.2009.

Na eigentlich auch egal ...
Denn damit trennt sich die Spreu vom Weizen und die OpenSource Bewegung gewinnt mehr an Zulauf.

Vielleicht sollte man allgemein über mehr Redlichkeit diskutieren. Denn nicht jede Methode, die Geld macht, sollte das Ansehen der Firmen heben dürfen. Oder ist der Erfolg nur noch etwas Wert, wenn man dabei jemanden so richtig übervorteilen konnte?

Durch Konsumenten, die in Zukunft mehr mit den Finger auf schlechtes Benehmen der Firmen zeigen, könnten so glänzende Corporate Identities schnell zum wertlosen Schmuddelimage werden.

Kommentar von liberdyne, geschrieben am 29.11.2009.

bei der Diskussion zur Firmenpolitik von Apple sollte man nicht alles mögliche durcheinander werfen.
Erst einmal ging es um offene versus geschlossene Systeme. Wobei dem Zuschauer wohl eindeutig klar gemacht werden sollte, das geschlossene Systeme bäbä und Diktatorisch sind. Es gab einen Fürsprecher (Apple Nutzer), der letztendlich als Depp oder Lemming da stand. Das ist für mich keine Diskussionsgrundlage für ein wichtiges Thema.

Zum Thema iTunes, die Rechte am Eigentum der Musik ist kein Diktat von Apple, sondern von der Musikindustrie, die auch auf Grund vom Druck Apples das Rechtemanagement aufgehoben hat.

Zu den Apps, Apple hat alles Recht der Welt, zu kontrollieren, welche Software auf Ihren Geräten läuft. Bei Windows konnte beobachtet werden, was passieren kann, wenn schlecht programmierte Software, die die Styleguides und Sicherheitsregeln nicht einhalten, die Rechner lahmlegt und den Ruf der Plattform beschädigt.
Das will Apple vermeiden, was allerdings auch ins Auge gehen kann, wie man ja bei dem berühmten Wörterbuch sehen kann, das aus vermuteten moralischen Gründen abgelehnt worden ist. Ich schätze eher, das einfach schlampig geprüft wurde, weil ein Wörterbuch ja wesentlich Komplexer (wenn überhaupt) zu prüfen ist. Das sind dann die Grenzen der Firmenpolitik Apples, die dann ja auch Rufschädigend sein können.

Zu den Lemmingen, bisher haben die Lemmimge immer nur das billigste mit dem vermeintlich beste Angebot gekauft, auch wenn Sie hinterher jede Menge Probleme damit hatten. Und auf einmal ist alles anders ...

Zu den Preisen, das ist die Sache Apples. Apple war schon immer hochpreisig, und Jeder Nutzer muss abwägen, ob er einen reellen Gegenwert für sein Geld bekommt. Das war übrigens auch überhaupt nicht Thema der Sendung. Dem Nutzer kann es doch völlig egal sein, welche Gewinnmarge ein Unternehmen hat, wenn er für sich einen Mehrwert sieht.

Und zu guter letzt, die Wiederholung - es gibt jede Menge Soft- und Hardware als Alternative, Freie und noch viel Restriktivere. Muss doch jeder für sich entscheiden.

Gruß
FW

Kommentar von Hector, geschrieben am 30.11.2009.

@FW: Danke wink

Kommentar von Markus Breuer, geschrieben am 30.11.2009.

@ FW: Wenn Du etwas gekauft hast, dann ist es DEIN Gerät. DU bist der Eigentümer, nicht nur der momentane Besitzer mit beschränkter Nutzungslizenz.

Damit kannst du den Rest der Argumention leider vergessen.

Es hat weder ein Apfelhändler, noch Papa Steve im Himmel oder jemand anderer auf der Welt ein Recht, darauf etwas ohne Legitimation durch den Eigentümer zu machen.

Und genau darum geht es hier in dem Beitrag!

Kommentar von liberdyne, geschrieben am 30.11.2009.

- Wenn Du etwas gekauft hast, dann ist es DEIN Gerät.

Dito, der Meinung bin ich auch.
Das hat aber nichts mit meiner Argumentation zu tun.

Gruß
FW

Kommentar von Hector, geschrieben am 30.11.2009.

Es sagt ja auch keiner das es nicht dein Gerät ist. Du kannst damit machen was du willst. Zu Problemen kommt es wenn der Anbieter eines Angebotes (z.b. Apple bzw. T-Mobile) sagt das du den Service nur mit einem Gerät nutzen kannst das Gewisse Bedingungen erfüllt.

Wer umbedingt diese PC vs Mac Debatte haben will kann das ganze auch andersrum haben. Am Mac hast du von Hausaus ein Virtuelles Laufwerk und niemand kommt auf die Idee es dir zu verbieten, am PC dagegen laufen einige Programme nicht wenn du jemals ein Virtuelles Laufwerk Installiert hattest. (Ja, selbst wenn du es Deinstaliert hast funktioniert z.b. der Fußball Manager 07 - sorry, war meine letzt PC Software wink - nicht mehr ohne crack selbst wenn du die Original DVD hast)

Schweinepukelein gibts überall. Es gibt keinen "einen" Anbieter, kein spezielles System das Ideal für alles ist. - Was wichtig ist ist das man die Auswahl hat und seinen Kopf einsetzt um sie so zunutzen das man nicht verkackeiert wird.

Kommentar von Michael Matzat, geschrieben am 30.11.2009.

Sorry, ich habe die Mac versus Win Debatte angezettelt. Wollte ich so direkt eigentlich gar nicht, mag die auch nicht mehr. Soll doch jeder selber wissen, was er tut. Windows war halt nur ein gutes und bekanntes Beispiel, und mit Linux kenne ich mich halt nicht so gut aus. Da gibt es aber auch, so weit ich weiß, so einige Probleme.

Gruß
FW

Kommentar von hector, geschrieben am 30.11.2009.

Neee, haste nicht, schau dir mal die beißreflexe einiger über dir an, ich glaub die haben noch immer nicht verstanden das es nicht um alles geht was Apple herstellt - sondern ums iPhone.

Kommentar von Michael Matzat, geschrieben am 30.11.2009.

Ich nehme das mit dem Beißreflex als Kompliment... wink
Ich kann ja auch im Gegenzug einstecken.

Ich denke es geht nicht speziell um XY vs. Apple, sondern um freie selbständige Konsumenten vs. große oligarchische Firmen, die gerade ausprobieren, wie weit sie in Rechte und die Privatspäre der Menschen eingreifen können, ohne dass die sich wehren.

Übrigens ist für mich MS nicht besser oder schlechter als Apple. Apple schafft es nur zusätzlich, dass sich deren User trotzdem individuell und besser als der Rest der Welt fühlen. Vielleicht ist das ja das eigentliche Produkt, das sie teuer an den/die Mann/Frau bringen?

Anscheinend geht die Rechnung in dieser Hinsicht für diese großen Firmen auch auf - damit meine ich implizit alle die Großen, die so handeln.

Und ich denke das ist für mich vorallem das, was ich daraus lerne: Für einen großen Teil der Kosumenten ist ein goldener Käfig ist in erster Line mehr Gold als Käfig.

Kommentar von liberdyne, geschrieben am 30.11.2009.

Du musst halt sehen wo dieser Goldene Käfig vorhanden ist und wo nicht. Ich Persönlich finde die Rechner von Apple, und ihr Betriebssystem, super... aber wenn ich möchte kann ich via BootCamp auch mit Windows oder Linux rumspielen (oder sogar im OSX rumwurschteln glaube ich). - Darum hat es mit der Diskussion ums iPhone wenig bis nichts zutun. Wenn dann kann man hier er über Spielkram wie Apple TV und den iPod reden und nicht darüber schnacken ob bzw. wo man die Apple Preise als gerechtfertigt ansehen kann.

Aber wie schon gesagt, ein geschlossenes System ist nicht immer gleich schlecht - ich habe noch immer viel spass an meinem SNES um die 17 Jahre ein geschlossenes System ist das dementsprechend heute noch immer gut Funktioniert. - Die haben zwar auch Zensiert was das zeug hält, das hat dann dabei geholfen die Playstation groß zu machen. - Weil wir ebnet immer die Wahl haben.

Kommentar von Michael Matzat, geschrieben am 30.11.2009.

Gegen ein geschlossenes System zum 1) vernünftigen Preis, das 2) mich brav fragt wenn 'was zu verändern ist und das 3) gefälligst die Finger von meinen Files lässt oder sie 4) mir selbst nicht vorenthält, ist ja auch nichts zu sagen.

Und wenn's die Nase etwas herunter nimmt könnte es sogar irgendwann einmal sympathisch werden... Wahrscheinlich ist es das mit der hohen Nase, was bei vielen (so wie bei mir) den Beißreflex provoziert.

Kommentar von liberdyne, geschrieben am 30.11.2009.

Das Ganze ist natürlich immer von zwei Seiten anschaubar. Einerseits ist es so, dass das Iphone von Apps lebt - so ein besonders gutes Telefon ist es ja auch wieder nicht (bzw. die anderen Hersteller haben längs nachgezogen) -aber die viellen Apps machen es eben zu etwas besonderem. Und da ist Apple schon in der glücklichen Lage dass eben viele Ihre Zeit opfern um da Apps zu erstellen - und wenns dann passt kommts natürlich auch Apple zugute. Da hat Apple gar keine Risiken und kann sozusagen ohne Einsatz am Erfolg teilnehmen.
Auf der anderen Seite ist es natürlich auch so, dass der Aufschrei groß wäre wenn da "SchadApps" auftauchen würden (wie Enrico schon bemerkt). Also ist es ja fast wieder "nett" wenn das Apple als Kontrollinstanz wirkt und NICHT alles erlaubt.
Aber wahrscheinlich iste es eben immer gleich - einerseits will natürlich niemand etwas Schädliches haben - andererseits ist der Aufschrei immer groß wenn es irgendwie nach Kontrolle riecht.

Kommentar von Olaf, geschrieben am 30.11.2009.

Könnte mir gut vorstellen dass das erst der Anfang ist, BMW kann ja mittlerweile auch per Knopfdruck entscheiden ob ein 5er Anspringt oder ob die Diebstahlsicherung läuft.
Verdammt ich habe keine Lust mich von diesen Gewinnsüchtigen Unternehmen regieren zu lassen!

Kommentar von Markus Weber, geschrieben am 4.12.2009.

wow, wirklich gut die folgen....

Kommentar von Mukkel, geschrieben am 9.12.2009.

Apple zwingt uns nicht, seine iPhones zu kaufen - Die Technikverrückten mögen vielleicht glauben, keine Wahl zu haben, aber das stimmt nicht.

Kommentar von Ludwig Kamberlein, geschrieben am 15.12.2009.

Also ich finde den vergleich von geschlo9ssenen Computernutzungssystemen mit der DDR so was von daneben, das es schon fast skandalös ist.

jeder hat die gelegenheit sich ein iPhone freiwillig zu kaufen, udn sch über die AGBs zu informieren.

In der DDR hatte man diese Gelegenheit nicht.

Absolut unhaltbarer vergleich. ebenfalls ziemlich bedenklich, das nicht ein vertreter von Apple oder Amazon ihre Position zumindest darstellen dürfen. Journalistisch ist das leider ziemlich einseitig....

Ist der elektrische reporter auch ein geschlossenes System, wenn es um Meinungen geht?

wink

Stefan

Kommentar von Stefan, geschrieben am 23.12.2009.

@ Stefan:

... und wie viele der iPhone-Käufer, die Du kennst, können Dir sagen, was da drinnen steht?
Meiner Erfahrung nach gibt es da immer großes Staunen, wenn man die darauf hinweist, wie da Verfahren wird. Und dann wird immer verlegen nach Argumenten gekramt., um das zu relativieren und zu nivellieren.
Insofern besteht da der große Unterschied zur DDR: Die Mehrheit der Apple-iPhone-User sind sich in meiner Umgebung dessen in absolut keinster Weise bewusst!

awareness of individuality =/= awareness of privacy

Kommentar von liberdyne, geschrieben am 23.12.2009.

bei uns in frankfurt taut es. ich wünsche ein schönes weihnachtsfest und ein gutes neues jahr.

Kommentar von bibliothek, geschrieben am 24.12.2009.

@liberdyne

Der Zustand den du beschreibst trifft aber für fast alle Anwendungen zu. Wer liest schon die AGBs von eBay, Paypal, seinem Mobilfunkanbieter, etc.? das trifft doch auf die meisten zu.

Aber das war nicht mein ursprüngliches Argument. ich finde den vergleich mit der DDR nach wie vor maßlos überzogen, das eine war ein Unrechtsregime, das andere ist ein luxusartikel auf dem der Hersteller versucht ein geschlossenes System zu implementieren - was übrigens nicht nur Nachteile hat, wie ich finde.

Nach wie vor hätte Apple oder Amazon zu einer Stellungnahme gefragtwerden müssen um ihre Position darzustellen. AllesAandere ist schlechter Journalismus.

Gruß,

Stefan

Kommentar von Stefan, geschrieben am 27.12.2009.

@stefan
So sehr ich Ihnen prinzipiell zustimme ... was Herr Sixtus macht, ist nicht unbedingt "schlechter Journalismus" sondern "neuer Journalismus". Siehe: http://notizen.posterous.com/ein-echter-unterschied-zwischen-altem-und-onl

In den Online-Medien findet "ausgewogene" Berichterstattung im Sinne des klassischen (vor allem angelsächsisch geprägten) Journalismus kaum statt. Stattdessen ist es völlig selbstverständlich, einseitig zu berichten und eine Agenda zu verfolgen. Das funktioniert eher in dem Sinne, indem früher einmal Kolumnen oder "Kommentare" in Zeitungen oder im TV publiziert wurden.

Kommentar von Markus Breuert, geschrieben am 27.12.2009.

Naja, aber dieser "neue Journalismus" ist dann doch wohk eher als rückschritt zu begreifen, wenn man den Leuten eine nahezu überirdische medienkompetenz nicht mehr zuttraut. solange wir noch neutrale Meden als "Eichmaß" haben ist das vielleicht tolerierbar, aber ich glaube kaum, dass die meisten en qualitativen unterschied dieses "Meinungsmache-Geschriebsels" begreifen.

Außerdem gibt sich der Elektroische Reporter ja bewusst den Anstrich eines neutralen Mediums - wieso dann nicht einmal den berichteten die Gelegnheit geben sich zu erklären.

Wenn dieser "neue Journalismus" wirklich ein fortschritt sein soll, dann bleibe ich lieber rückwärtsgewandt. Welche Gesellschaft soll aus so einem Journalismus erwachsen? Auf jeden Fall keine Aufgeklärte. ...

Kommentar von Stefan, geschrieben am 27.12.2009.

Die Idee dahinter ist, dass die "Ausgewogenheit" darüber hergestellt wird, dass der Leser sich ohne große Probleme die "Gegen-Meinungen" an anderen Orten holen kann ... da es für niemanden mehr große Barrieren gibt, seine Ansichten zu publizieren.

Das muss einem nicht gefallen, und man muss daran auch nicht zwangsläufig glauben, aber es ist, wie gesagt, die Theorie, die dieses Verhalten rechtfertigt. Weiterhin muss man fairerweise erwähnen, dass das kein Muster ist, dass erst mit "Online" aufgetreten ist, sondern schon lange vorher im Boulevard-Journalismus in den "alten Medien" anzutreffen war. Aber auch seriöse Publikationen - wie z.B. Der Spiegel praktizieren schon seit vielen Jahren "opinionated journalism" und der Erfolg gibt ihnen recht: so etwas wird von der Mehrheit der Leserschaft lieber konsumiert als nüchterne Berichterstattung.

Kommentar von Markus Breuer, geschrieben am 27.12.2009.

"Die Idee dahinter ist, dass die "Ausgewogenheit" darüber hergestellt wird, dass der Leser sich ohne große Probleme die "Gegen-Meinungen" an anderen Orten holen kann ..."

Ja, aber das macht doch nun wirklich keiner. Und "Opinionated Journalism" ist doch wirklich keine entschuldigung dafür, journalistische Standards fallen zu lassen. Ehrlich gesagt sind die heute wahrscheinlich noch wichtiger als früher, je komplexer die Umwelt wird, desto wichtiger ist ein neutraler Blick darauf.

Wenn wir den über Bord werfen, wird alles nur noch eine gigantische Meinungsmachemaschiine, und die leute lesen nur das, was eh' schon ihre Meinung widergibt.

Aber welche Information ist für mich wichtiger. Diejenige, die meine bestehende Meinung bestätigt, oder die, die sie herausfordert, bzw. widerlegt?

Kommentar von Stefan, geschrieben am 27.12.2009.

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