Zukunft des Journalismus: Wer soll das bezahlen?

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Aus der Welt der Massenmedien ist eine der Medienmassen geworden. Das Internet hat die ökonomische Basis von Medien und Journalismus auf den Kopf gestellt: Nicht mehr Berichterstattung ist ein rares Gut, sondern die Aufmerksamkeit des Publikums. Das hat schwerwiegende wirtschaftliche Folgen: wegbrechende Auflagen und Anzeigenerlöse können Verlage nur zu einem geringen Teil durch Online-Werbung kompensieren.


Wie also soll Journalismus künftig finanziert werden? Die Verleger fühlen sich von Google enteignet und verlangen staatliches Eingreifen, einige denken laut über Bezahlinhalte nach, und in den USA übernehmen bereits gemeinnützige Stiftungen die Finanzierung investigativer Reportagen. Derweil verdienen journalistische Einzelkämpfer, wie beispielsweise Technologie-Blogger, gutes Geld. Was machen sie anders? Und: Wäre es denkbar, dass künftig Leser selbst Journalisten für ihre Reportagen bezahlen?


Im Kontext: Zukunft des Journalismus: Die Selbermacher


Mitwirkende: Tom Rosenstiel, Hans-Jürgen Jakobs, Lorenz Lorenz-Meyer, Jochen Wegner, Sascha Pallenberg, Richard Tofel, Mercedes Bunz, Christopher Allbritton; Autor: Mario Sixtus; Mitarbeit: Tobias Moorstedt; Kamera: Iris Jungels, Nicholas Strini; Schnitt: Dominic Kennedy, Stefan Jaehner; Sprecher: Petra Bröcker, Torsten Altenhöner; Zeichnungen: Johannes “Beetlebum” Kretzschmar; Bildredaktion: Theresa Schwär; Studio-Konstruktion: Axel Ganz; Titelmusik: Mario Sixtus; Musik: Tunguska Electronic Music Society, DJ Answer, Ehma, Josta, Real Rice; Bildmaterial: Internet Archive, Prelinger Archive; Redaktion ZDF: Bernhard Fritsch, Peter Wagner; Produktion: Blinkenlichten Produktionen im Auftrag des ZDF in Zusammenarbeit mit Handelsblatt.com; (c) 2009 ZDF, (cc) by-nc-sa

2.10.2009 | Link/Einbetten | Kommentare [29] | Versenden | Bookmark:      

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Kommentare:

Moin,

meine Antwort darauf ist: Wir brauchen eine direkten Bezahlung von Journalisten durch google, yahoo und microsoft - mehr hier:

http://www.cjournalist.com

Gruß, Christoph Zeuch

Kommentar von Chris, geschrieben am 2.10.2009.

Tolle Folge, die macht endlich mal die Fakten ansehnlich und nicht so langweilig.

Zum Journalismus im Netz kann ich nur sagen: Wir haben unsere Generation schon richtig erzogen, so wie es Tim Berners-Lee wollte. Das freie Internet für Jedermann. Jedoch haben wir vergessen, dass es auch Bezahl-Modelle wie im Real Life geben muss. Bei Paysafe, Paypal und co. hat sich es ja schon durchgesetzt. In Sachen Musik und Videos leider nicht. Und auch bei Abos wird das wohl kaum der Fall sein, denn solange es Alternativen gibt, und die gibt es zu Hauf, gibt es auch keine anständige Methode, den Benutzer das Bezahlen beizubringen. Schwierige Sache. Vielleicht kann Google ja was daran ändern, die schaffen ja vieles mit ihren großen Tentakeln.

Kommentar von RavoxX, geschrieben am 2.10.2009.

Leser bezahlen Journalisten für Ihre Reportagen? Dann wären Journalisten ja PR-Berater, oder?

Kommentar von @LeGreque, geschrieben am 2.10.2009.

Wer ehrlich, informativ, gut recherchiert schreibt, der hat die Aufmerksamkeit.

Alles Attribute, die den großen Zeitungen fehlen. Vereinzelte Ausnahmen bestätigen die Regel.

Warum soll jetzt jemand anders für den Schrott bezahlen? Der Zwang zu irgendetwas muß jetzt endlich mal aufhören.

Kommentar von Rainer Stratmann, geschrieben am 2.10.2009.

Ich kauf auch nur noch die SZ am Wochende. Gemütlich lesen aufm Balkon...

aber die anderen? Die Schlagzeilen sind von vorgestern. Da werf ich kurz mein Android an und dann bin ich Sekundengenau informiert.

Was die Pferdekutschenhersteller wohl zum Autoverkehr sagen.
Blöd, dieser Fortschritt.

Kurz: Verlage sind Verteiler. Heute brauch ich keine Verteiler mehr.
Warum kein Itunes für News? Das wär doch ne Alternative.
Es muss aber auch klar sein:
Die Welt Kompakt kostet 60 Cent.
Ein einzelner Artikel daraus darf also max ein paar Cent kosten sonst wird das nix.

Kommentar von Tina, geschrieben am 2.10.2009.

Die Verleger und die Journalisten sind schon lustig: Jahrelang das Problem aussitzen und sich dann eine Google-Dolchstoßlegende schmieden. Was haben die eigentlich für ein Problem mit einem Konzern, der gratis Werbung für sie macht?

Kommentar von Manuel Bonik, geschrieben am 2.10.2009.

Guter, interessanter Beitrag. Aber die Aufnahmen von Frau Bunz stammen aus den 80ern, oder? wink

Kommentar von trendskater, geschrieben am 2.10.2009.

"google ist 2013 pleite" (DuMont)

Und von so einem geistig zurückgebliebenen soll ich Zeitung kaufen?
*pruuust!*

Ausserdem ist es längst nicht mehr nötig Geld auszugeben um PR-Texte/bezahlte Agitation zu lesen, die gibt es vielfach direkt an den Quellen (sofern man den Bedarf hat sowas in sich kübeln).

Findet man schliesslich etwas was vermeintlich wert ist gelesen zu werden, egal ob alte klassiche oder neue moderne Medien/Publikationen, so muss man zuerst Nachforschungen über den Schreiberling anstellen um hinter die Motive zu kommen. Und schon erscheinen die hingerotzten Lügen eines Lobo über die Piratenpartei schlüssig. Oder die Anbiederungen eines Vogg im Kontext seines Niedergangs (von FAZ zu BILD). Oder, ganz aktuell, die dreisten Lügen von Florian Gathmann zur Absage der RotRotGrünKoalition (Spiegel-Online). Dazu kommen die Besitzverhältnisse: Bertelsmann hat G+J, die haben wiederum in Teilen Spiegel. Und sie alle teilen sich z.B. FTD. Und dann gibt es noch dutzendweise Erklärungen und Manifeste, von Heidelberg bis Oberammergau, als hätten die angebliche Riege des Journalismus nicht schon genug an Glaubwürdigkeit verloren, ihre völlige Inkompetenz bewiesen und Geschirr zerbrochen - so schafft man vielleicht Schenkelklopfer aber kein Vertrauen!

Nein, hier gilt selber denken macht schlau.

Macht ihr mal euren PaidContent, die paar Mio. Deppen werden sich immer finden, BILD (gedruckt) existiert ja auch noch.


#k.

Kommentar von Kand.in.Sky, geschrieben am 2.10.2009.

ansammlung von hypothesen, ZDF-mäßig editiert. und immer dreht sich alles nur um das eine..

Kommentar von lokalreporter, geschrieben am 2.10.2009.

Welchen Journalismus? Wie etwa den gestrigen Artikel in ZEIT-online, über die SPD "Wo bleibt die Wut", in dem ein Kommentator erklären musste, dass die Journalistin mit einem SPD-Bundestagsabgeordneten verheiratet ist. Was ganz runterfiel: Der MdB gehört zu den "Friends of Gerd" und war vor 5 Jahren noch Hoffnungsträger der Partei. Also eine gute Portion familiärer Interessenskonflikte, die die Journalistin in dem Thema transportiert.

Wer Leser für blöd hält, der darf sich nicht darüber beschweren, wenn sie für solche familiärer Meinungsmache kein Geld bezahlen wollen.

Also: Die Zukunft des Journalismus mus transparenter und qualitativ besser als jetzt sein. Dann kann man über die Frage der Bezahlung reden.

Kommentar von Tim, geschrieben am 3.10.2009.

Schöne, unspektakuläre Folge. Eine gute Zusammenfassung, aber wenig neues.

Nur eins hat diesmal echt genervt: Die Musik. Sie war zu laut und zu ablenkend. Sanfte Chillout-Klänge im Background hätten vollends gereicht.

Sonst aber: Weiter so!

Kommentar von David Zwadlo, geschrieben am 3.10.2009.

Ich sage nicht, dass ,,Elektrischer Reporter'' schlecht ist. Aber ist es nicht Ironie des Schicksals, dass diese ehemalig ,,neue'' Internet-Fernseh Sendung, die immer über die neusten Attraktionen des Internets berichtet hat und berichtet, sich nun vom Stil her immer mehr zurück in Richtung der alten Massenmedien bewegt. Herr Sixtus, es ist okay sich von ZDF kaufen zu lassen, aber bitte machen Sie ihr Ding und lassen Sie sich nicht von ZDF beeinflussen.
Allein schon, dass seit neustem immer die Themen aufgeteilt werde... das hier ist doch nicht GZSZ!

Grüße


Maximilian

Kommentar von Maximilian, geschrieben am 3.10.2009.

Der Beitrag stellt viele Fragen und beantwortet keine - weil das noch nicht möglich ist. Ich bin mir sicher, dass es auch in Zukunft Journalisten geben wird und warum sollte ich nicht für spannende Berichte Geld ausgeben?

Kommentar von Patricia, geschrieben am 3.10.2009.

Für einzelne begabte Journalisten mag das eine Perspektive sein, in der Art von Gadget-Blogs zu agieren, mehr noch, es wird darüber hinaus in Zukunft ein paar Angebote geben, die sogar ganzen Journalisten-Kollektiven Anstellung bzw. Auskommen versprechen.

So weit, so gut. Nur ist das eben keine Perspektvive für die Mehrzahl der Journalisten, und auch keine Perspektive für die Zukunft des Journalismus.

In dieser Hinsicht, man verzeihe mir meine Worte, ist die Geschichte von den Potentialen des Web 2.0-Journalismus eher eine Geschichte, die alle warnen sollte, die "was mit Medien" machen wollen.

Denn: Es bleibt ein Problem, wenn die alten Finanzquellen (Anzeigen) zunehmend versiegen - und wenn die Alternative dazu im Vergleich deutlich unterfinanziert ist.

Trotz aller Kritik: Sehr schön gemachter Beitrag! Sehr großes Lob dafür!

Es wäre etwas zuviel verlangt, dass die Autoren und Gedanken-Spender des Features (d.h. vor allem Herr Sixtus) trotz ihrer umfassenden Web 2.0- und Internet-Kenntnisse eine Antwort auf diese Kardinalfrage des Journalismus liefern könnten.

Ich kann es ja auch nicht (okay: ich bin kein Maßstab) und ich kenne auch niemanden, der das kann. Die Probleme sind sehr schön anschaulich gemacht worden, auch für Internet-ferne Betrachter dieses Beitrags.

Das beeindruckt mich sehr. Sowas möchte ich auch mal gerne können. Großartig.

Ich hätte mir allerdings einen Hinweis gewünscht darauf, dass die "gemeinnützigen Stiftungen", welche "Journalismus unterstützen", oftmals geradezu gemeingefährliche Stiftungen sind, jedenfalls sind viele davon in vielfacher Hinsicht problematisch. Sie haben in den USA zumeist eine politische Agenda (mitunter: eine verborgene), die sie verfolgen und dienen i.d.R. dem Zweck, die Öffentlichkeiten in die Richtung der Interessen ihrer Geldgeber und Finanziers zu drehen.

Dieser Umstand wäre einen Hinweis wert gewesen. Und zwar eher als die im Beitrag enthaltende Warnung vor staatlichen Stiftungen, die deutlich eher (jedenfalls in demokratischen Staaten) journalistische Unabhängigkeit fördern könnten. Naja. Das Gelbe vom Ei ist sowas nicht, vor allem dann nicht, wenn staatliche Stellen dann Einfluss auf Inhalte bekämen. Aber wo wären sind die Alternativen?

Das Statement von Fr. Bunz fand ich enorm schwach. "Warum sollen die Leser nicht mal direkt bezahlen?"

Höhö. Ja, warum wohl. Pardon.

Kommentar von John Dean, geschrieben am 5.10.2009.

Eins ist ja schonmal klar, egal wie das alles finanziert wird, jemand muss ja gute Artikel schreiben. Das ist wichtig für den Leser

Kommentar von Birgit, geschrieben am 5.10.2009.

Eine wichtige Frage wird komplett ausgeblendet: Brauchen wir in der Zukunft überhaupt noch professionellen Journalismus?

Der professionelle Journalismus war doch immer nur eine Krücke, da eine Kommunikation in einer demokratischen Gesellschaft sonst nicht möglich war. Die Bayern konnte nicht direkt mit allen Hamburgern kommunizieren. Und gemeinsam konnten sie nur über die BILD (ARD, ZDF) ihre Meinung synchronisieren.

Das Internet hat dies geändert. Die Meinungsbildung kann durch Diskussionsplattformen im Netz erheblich effektiver, besser und freier geschehen. Wenn mich etwas an den Medieninhalten in Blogs oder herkömmlichen Medienportalen interessiert, dann sind es die Diskussionen zu den Artikeln. Die eigentlichen Artikel sind schon eher nebensächlich.

Sorry liebe Journalisten, aber eure große Zeit ist um! Die Uhr tickt und eure Jobs werden verschwinden. Ihr habt genau so viel Zukunft wie der Schriftsetzer, der einst eure Worte in Blei gegossen hat. Der jetzige Aufschrei ist nur noch ein letztes Aufbäumen vor dem Tod.

Kommentar von Klaus, geschrieben am 5.10.2009.

Man kann in der Tat nicht ausschließen, dass der professionelle Journalismus verschwindet; schon jetzt hat er ja durch Blogs u. ae. große Konkurrenz in Sachen Aufmerksamkeit.

Aber wenn, wie im voraufgegangenen Beitrag dargestellt, nur noch Meinungstexte unterwegs wären, wäre das eine ziemliche Katastrophe. Irgendjemand muss ja an die Front gehen und die Informationen erster Hand besorgen und dann auch noch in der Lage sein, sie nach professionellen Standards (Neutralität, Trennung von Nachricht und Meinung, Verständlichkeit etc.) aufzubereiten. Und diese Leistung sollte auch (wie?) honoriert werden. Wenn stattdessen nur noch Blogger, "Bürger-Reporter" (oder wie heißen die bei der Bildzeitung?) und wildgewordene Nachbarn publizieren: gute Nacht, Wahrheit, gute Nacht, Demokratie, gute Nacht etc.

Kommentar von Manuel Bonik, geschrieben am 6.10.2009.

Die meisten Verlage/Medienbetriebe haben in den letzten Jahren/Jahrzehnten qualitativ drastisch nachgelassen, weil sie auch schon ganz ohne Internet immer weniger Geld in Qualität investiert haben; jetzt über Google zu jammern ist in diesem Zusammenhang einfach nur albern. Die Kostenlos-Kultur hält den Zeitungen lediglich den Spiegel vor, in dem zu erkennen ist, dass die gebotene Qualität nicht mehr reicht, um damit Geld zu verdienen.

News a la "Promi XY ist gestorben" ist heutzutage ohnehin nichts mehr wert, weil für die Recherche dieser News keine aufwändige Arbeit nötig ist. News sollten wir aber nicht in eine Topf werfen mit ausrecherchierten Hintergrundinformationen. Und da ist das eigentliche Problem, das es zu lösen gilt: Meinungsbildung in einer komplexen Demokratie setzt zuverlässige Information voraus.

Und genau das können auch 100 Millionen Twitterer und Hundertausende Blogs nur sehr eingeschränkt leisten. Warum? Nur ein Beispiel: Regierungen, Industrie-Konzerne beschäftigen Heerscharen bestens ausgebildeter Medien-Experten, die "Wahrheiten" nach Belieben produzieren, steuern, fälschen, unterdrücken. Ich halte es für äußerst naiv zu glauben, dass Laien, auch wenn es Massen davon versuchen, solche Manipulationen, Lügen, Beschönigungen aufdecken und nachweisen können. Naiv ist auch zu glauben, dass - selbst wenn das einem einzelnen Blogger im Ausnahmefall gelingt - dieser Blogger sich behaupten könnte, wenn erst einmal die Rechtsabteilungen des Gegners auf ihn losgelassen werden.

Regierung, Behörden, Industrie, Verbände brauchen eine schlagkräftige, mächtige und finanziell einigermaße unabhängigen Kontrollinstanz. Die klassischen Medien erfüllen diese Aufgabe immer weniger, teils weil sie nicht wollen, teils weil sie nicht mehr können. Die Aufgabe, die dem klassischen Journalismus bisher zukam, muss aber weiter erfüllt werden - also weiter finanziert werden. Wie? Das ist genau die große Frage.

"Journalisten braucht's nicht mehr, das regelt sich alles von selbst" scheint mir jedenfalls eine ziemlich kurzsichtige und grundlegend falsche Annahme zu sein.

Kommentar von Franz Neumeier, geschrieben am 6.10.2009.

@Manuel Bonnik ,ich kann Sie in dieser Sache nur recht geben. Schon jetzt sehen wir eine Bewegung in diese Richtung dass immer mehr Leute gerne berichten von dem was sie erlebt haben. Interesse an anderen Leuten und ihre Geschichte haben sie aber nicht. Dabei denke ich dass es immer Nachfrage nach Zeitschriften gibt denn Leute interessieren sich nicht für das was sie bereits wissen oder wissen möchte. Sie erfahren auch gerne über neue Sache und gerade diese Funktion wird von Zeitschriften erfüllt.

Kommentar von San Satio, geschrieben am 7.10.2009.

Nur weil es derzeit noch kein funktionierendes Geschäftsmodell gibt, heißt ja nicht, dass es ausgeschlossen ist, mit Online-Journalismus Geld zu verdienen. Banner und klassisches Anzeigengeschäft sind offenbar für die Refinanzierung der Angebote untauglich, aber das muss ja nicht das Ende aller Überlegungen sein. Konkrete Anregungen, wie Verlage sich aufstellen können, liefert Dirk Beckmann, der mit seiner Agentur artundweise, schon einiges bewegt hat in Punkto Digitalsierung von Verlagsangeboten, in einem interessanten Gastbeitrag: http://bit.ly/4EfMOK

Und noch ein Wort zu Google. Jeder Verleger hat selbst in der Hand, sich vom Google Such-Index finden zu lassen. Es erfodert Mut, das zu ändern. Langfristig sehe ich dazu für Online-Verlagsangebote keine andere Alternative. Die Prämisse heißt: Näher an den Nutzer rücken und nicht den Umweg über Google wählen...

Kommentar von Christoph Salzig, geschrieben am 7.10.2009.

@Cristoph Salzig, du sagst „Es wäre besser nicht den Umweg über Google zu nehmen.“ Doch ich denke dass das sehr schwer sein wird. Denn mehr und mehr Leute möchten die Nachrichten via das Internet zu sich nehmen und auf ihre Suche benutzen sie immer wieder Google. Näher an den Nutzer rucken war am einfachsten mit den greifbaren Medien (Zeitungen und Zeitschriften). Die Präsenz von Unternehmen aufs Internet wird einfach bestimmt von wie gut findbar sie in Google sein.

Kommentar von San Satio, geschrieben am 9.10.2009.

@San Satio Google ist nicht das Internet, auch wenn viele User inzwischen so konditioniert sind, dass sie den Umweg in Kauf nehmen, obwohl sie eigentlich wissen, wo sie die Nachricht, das Produkt oder was auch immer sonst finden könnten (nämlich auf qualitativ hochwertigen Nachrichtensites, dem Online-Shop ihres Vertrauens etc.). Auch im Web können Medien direkter an den User herantreten. Desktop-Tools, Lesezeichen, Pushdienste (bei besonders wichtigen News),Content-/News-Aggregatoren, die helfen den Überblick zu behalten, über das, was einen wirklich interessiert. Hieran und an der Relevanz ihrer Angebote müssen die Medien online arbeiten. Und daran, den (Werbe-)Wert nicht ausschließlich nach Reichweite (Views, Visits) bemessen zu lassen, dadurch würden sie sich auch unabhängiger machen, vom Reichweitenbeschaffer Google.

Kommentar von Christoph Salzig, geschrieben am 9.10.2009.

eine interessantre video

Kommentar von nida, geschrieben am 18.10.2009.

http://www.volksreporter.info /net

Eine noch recht junge Seite, für “selber Macher” und Bügerjournalismisten! Zensurfrei und unabhängig wink Jeder kann Beiträge verfassen und vieles mehr.

Sry für die Werbung hier, aber die Überschrift ist einfach zu passend.

Gruss Rantman

Kommentar von Rantman, geschrieben am 18.10.2009.

Mag ja sein, dass die Anschauungen der Medienhäuser anders ist, aber zahlen die Chefs auch den eigentlichen Produzenten mehr als sich selbst?
Wenn nun natürlich noch die Welt schnelllebiger wird, so sind Zeitungen einfach nicht für Topaktuelles zu gebrauchen.

Kommentar von Mainboarder, geschrieben am 21.11.2009.

Viele Leute waren damals davon begeistert, mit Werbung Geld verdienen zu können. Inhalte sollten frei verfügbar sein usw. Leider gibt es heute für kostenpflichtige Dienste viele kostenlose Alternativen und dadurch bezahlt man für Onlinedienste nur ungern etwas. Man dreht sicherlich die Euros öfter um, als man es beispielsweise beim Einkaufen in der Stadt macht.

Kommentar von Dominik B. (IT Security Blog elexpress.de), geschrieben am 22.11.2009.

Mir ist aufgefallen das immer mehr Webseiten
Paypal Button's in ihre Webseiten einbauen.
Die Entwicklung sehe ich postiv, so hat man die Möglichkeit Programme oder Beiträge die
man gut oder wichtig findet direkt zu unterstützen
auch wenn es sich meist um kleine Beträge handelt, die Masse macht es halt.
Auf den Journalismus bezogen müsste dabei
sichergestellt sein das auch der Webhoster und
die Betreiber ein Prozentsatz davon abbekommen. Ob es nun unbedingt Paypal sein muss finde ich nicht so wichtig nur halt sollte
es halt verschiedene Sprachen und Währungen unterstützen.
Die Finanzierung durch Werbung finde ich verbesserungswürdig, viele benutzen inzwischen Adblockplus. Benutze das Addon auch und wenn mir eine Seite gefällt dann schalt ich die Werbung für die Seite auch an, auch wenn ich mit denn momentane Konzept noch nicht noch nicht zufrieden bin den meist klicke ich nur auf Sachen die mich Ansprechen.. Die Webseitenbesucher sollten die Möglichkeit haben für Werbung auch zu Voten anstatt das hintenrum die User bespitzelt werden und ihnen dann maßgeschneiderte Werbung serviert wird smile

Wichtig ist in dem Zusammenhang auch
auf der Webseite die Benutzer darauf aufmerksam zu machen das man die Möglichkeit
hat die Seite zu unterstützen. Einfach ein Button
setzen wird nicht reichen.

Hier mal ein Beispiel wie es aussehen könnte.
Möchten sie uns unterstützen ?
Sie haben folgende Möglichkeiten.
a: <Finanziell>
Wir haben Buttons eingebaut wo sie im Rahmen
ihrer finanziellen Möglichkeiten uns mit ein Betrag unterstützen können.
b: <Werbung>
Helfen Sie und unsere Webseite bekannter zu machen Sie haben folgende Möglichkeiten ...
Twitter, Facebock usw.
c: <Sponsoring>
unser Sponsoren sind.
Gönnen sie sich eine Pause und besuchen einem unsere Sponsoren.
Unsre Sponsoren sind ....
Sie wollen selber ein Sponsor unserer
Seite werden ? ...
d: <Helfen sie uns unser Webseite zu verbessern>
Umfragen, Foren usw.

In dem Sinne
wünsche Euch ein gesundes und erfolgreiches 2010 und seit Euch bewusst das guter Journalismus auch honoriert wird, wenn die Benutzer die Möglichkeit dazu haben. Leute die Geld übrig haben die zahlen, und wer Pleite ist der Macht halt Werbung für seine Lieblingsseite
oder Journalist.

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Salü

Cob smile

Kommentar von cob, geschrieben am 2.1.2010.

Ich finde auch, dass es für Zeitungen und normale Verleger durch das Internet eben immer schwieriger wird.
Dabei geht´s glaube ich gar nicht um, das Gute Zeug, was produziert wird, sondern um den vielen Müll, der früher zu Haufen produziert wird.
Jetzt kann man sich kostenlose und niveaulose Unterhaltung leichter im Netz holen.

Was Niveauvolle und Lesenswerte Printmedien angeht, die machen das auch sehr gut im Netz. Gute Berichterstattung hat doch nichts mit dem Medium zu tun, wo es angeboten wird.
Es gibt sehr gute amerikanische Blogger, die nicht über "Technik" bloggen und das ganze wie eine Zeitung anbieten. Auch in anderen Sparten gibt es genug Lesenswertes zu finden.

Und schlußendlich wird eben der Inhalt zählen.

Nehmen wir mal an, eine Zeitschrift, die nur in Print erscheint, bringt wirklich TOP-Inhalte raus, Woche für Woche. Da wird sich das Internet auch darüber totquatschen, auch wenns keiner "verlinken" kann.

Kommentar von (Einrichtung und Möbel) Sergiu, geschrieben am 24.1.2010.

Vielleicht haben Sie nur Angst um die Macht zu verlieren. Mit den Medien hat man in der Vergangenheit, und auch heute noch, die Bevölkerung flächendeckend auf einen Nenner gebracht. Meinungen sind nicht angeboren sondern werden gemacht. Wie soll man ohne diese Medieninstrumente die Menschenherden noch in Bezwang halten?

Kommentar von Fred, geschrieben am 12.3.2010.

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