Vorschlagsysteme: Mit den besten Empfehlungen

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Die Urlaubslektüre, die genau den eigenen Geschmack trifft, das Lied, das perfekt zur augenblicklichen Stimmung passt: Können solche persönlichen Tipps von Computerprogrammen kommen? So genannte Empfehlungsmaschinen wollen für Internetnutzer die Hinweise von Freunden und die Beratung durch Fachhändler ersetzen. Bekanntes Beispiel ist das Online-Kaufhaus Amazon. Musik-Websites kommen kaum noch ohne Empfehlungsmaschinen aus. Solche Software beobachtet das Einkaufs- oder Hörverhalten genau und merkt sich die Vorlieben und Abneigungen der Nutzer. Wie funktioniert das? Die Macher der Musikplattformen Last.fm und Pandora erzählen, wie sie jedem ihrer Nutzer das perfekte persönliche Radio erschaffen wollen.


Konsumgüter wie Musik und Bücher sind aber nicht einzigen Anwendungsgebiete für Empfehlungsmaschinen: Wo werden sie noch eingesetzt? Und welche Folgen hat es künftig, wenn Algorithmen Stilberater spielen – für unseren persönlichen Geschmack und unser Konsumverhalten?


Mitwirkende: Nick Thomas, Kathrin Passig, Martin Stiksel, Stefan Bauman, Tim Westergren; Autoren: Mario Sixtus, Fiete Stegers; Mitarbeit: Janko Röttgers; Kamera: Iris Jungels, Eddie Codel; Schnitt: Boris Kantzow, Arne Bönninghoff; Sprecher: Petra Bröcker, Torsten Altenhöner; Zeichnungen: Johannes “Beetlebum” Kretzschmar; Studio-Konstruktion: Axel Ganz; Titelmusik: Mario Sixtus; Musik: Tr´`d, Cyril Pereira, Strange Zero, Realaze, Lego; Bildmaterial: Internet Archive, Prelinger Archive; Redaktion ZDF: Bernhard Fritsch, Peter Wagner; Produktion: Blinkenlichten Produktionen im Auftrag des ZDF in Zusammenarbeit mit Handelsblatt.com; (c) 2009 ZDF, (cc) by-nc-sa

6.03.2009 | Link/Einbetten | Kommentare [12] | Versenden | Bookmark:      

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Kommentare:

Bitte lasst dieses Hintergrundgeräusch hinter dem "Elektrischen Reporter" raus. Da kriegt man ja Beklemmungen. Unser ER ist auch so spannend. wink

Kommentar von Sabine Müller, geschrieben am 6.3.2009.

Super Beitrag und schöne Animationen!

Übrigens bietet unter Produkt plista (http://plista.com) genau das erwähnte - Empfehlungen auf allen Websiten, indem das Verhalten mit einem Plugin beobachtet wird. Geht übrigens auch auf "einschlägigen Video-Seiten".

Der nächste Schritt nach der Empfehlung wird die Personalisierung sein - wie last.fm nurnoch die Musik spielt, die ich mag (bzw. welche die es mir zum Test gibt), wird es Nachrichten-Magazine, Fernsehsender und irgendwann auch individuell customizete Filme für meinen Geschmack geben (z.B. andere Haar-Farbe des Bond-Girls).


Beste Grüße,
Andreas Richter

Kommentar von Andreas Richter, geschrieben am 6.3.2009.

Moin!

Na supi, Gorge Orwells 1984 kommen wir dann immer näher.. Sorry, aber meine privaten Daten geben ich nicht an solche Projekte weiter - schon gar nicht, um ein persönliches Profil von mir erstellen zu lassen..

Manche Entwicklung muss man nicht gut heissen - schöne neue Profilwelt.

MfG

Kommentar von Dreadnout, geschrieben am 6.3.2009.

Die Behauptung von Herrn Stiksel, Amazons Empfehlungssystem könne nicht mit Geschenkkäufen umgehen (die im Voiceover danach unreflektiert wiederholt wird) ist schlicht falsch: Unter https://www.amazon.de/gp/yourstore/iyr kann man für sämtliche gekaufen Artikel angeben, ob sie für zukünftige Empfehlungen berücksichtigt werden sollen. Hat man einen Artikel als Geschenk gekauft (oder nie genutzt), kann man ihn also sehr wohl aus dem eigenen "Geschmacksprofil" entfernen.

Kommentar von Henning, geschrieben am 6.3.2009.

Hallo Henning,

bei Amazon muss man aber eben als Nutzer zusätzlich aktiv werden, damit etwas nicht gewertet wird. Last.fm kann auf eine Aktion zurückgreifen, die der User ohnehin unternimmt.

Kommentar von Fiete Stegers, geschrieben am 7.3.2009.

Für Musiker, oder generell künstlerisch tätige Leute, bieten die Empfehlungssysteme definitiv ein großen Vorteil gegenüber alten PR Wegen. So bekommen auch Artists weit ab vom Mainstream die Möglichkeit gehört zu werden. Die Frage ist halt nur wie weit man gehen will? Mit einem Orwellschen Armband möchte ich auf jeden Fall nicht herum laufen.

Kommentar von Steffen, geschrieben am 9.3.2009.

Also die Hintergrundgeräusche wenn Sixtus im Bild ist nerven wirklich. Aber auch die Musik im Hintergrund scheint mir deutlich zu laut derzeit.

Kommentar von Martin, geschrieben am 9.3.2009.

Hallo Blinkenlichten Produktionen+TEAM

Die Sendung ist gut produziert!

Ihre Frage:"Und welche Folgen hat es künftig, wenn Algorithmen Stilberater spielen – für unseren persönlichen Geschmack und unser Konsumverhalten?"

Antwort:

Das wird bei euch Menschen unweigerlich zur McDonaldisierung führen.

"Ritzer charakterisiert die McDonaldisierung anhand von vier Hauptaspekten:

1.Effizienz - die optimale Methode, eine Aufgabe zu lösen
2.Kalkulierbarkeit - das Ziel sollte eher quantifizierbar (z. B. Umsatzzahlen) als lediglich subjektiv (z. B. Geschmack) bestimmbar sein
3.Voraussagbarkeit - vereinheitlichte und gleichförmige Dienstleistungen
4.Kontrolle - vereinheitlichte und gleichförmige Mitarbeiter " [Wiki]


MfG
Wir Androiden sind keine Menschen!
(Wir tun nur so, als ob!)

Kommentar von Stefan Müller, geschrieben am 10.3.2009.

Die Clips zur Bemalung des Gesagten sind wieder mal genial grin Weiter so!

Kommentar von Jo May, geschrieben am 12.3.2009.

Auswirkungen? Die nach und nach erfolgende, komplette Gleichschaltung des Geschmacks. Du hörst Dings? Dann MUSST Du aber auch DAS hier gut finden, sonst bist Du unnormal. Zum kotzen. Als ob ein differenzierter, breiter Geschmack durch alle Genres gar nicht möglich wäre.

Kommentar von Raventhird, geschrieben am 14.3.2009.

Andere User, die "2girlsinacup" gesehen haben, haben auch "girlsshitonface" gesehen.

Kommentar von pd, geschrieben am 15.3.2009.

Mal wieder ein hervorragender elektrischer Report, danke!

Eine Sache verwirrt mich allerdings: Sie verwenden in dem Beitrag den Song "lovely" von "try^d" (http://www.jamendo.com/de/track/26741), der unter CC-BY-SA steht. Ihr Inhalt dagegen steht unter einer NC-Lizenz. Haben Sie eine gesonderte Erlaubnis von try^d, den Song in Ihr Video einzubinden?

Kommentar von micu, geschrieben am 21.3.2009.

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